Rüstzeug für den Außer-Haus-Markt

Montag, 22. September 2014
Foto: Messe Stuttgart

Ob To-Go, Mittagstisch oder Fertiggerichte: Die Süffa reicht den Fleischern das Rüstzeug, um vom wachsenden Außer-Haus-Verzehr zu profitieren. Willkommen im Snackparadies zur Süffa.

Gut essen wollen alle. Aber Zeit für aufwendige Zubereitungen nimmt sich kaum jemand. Metzgereien, die sich darauf einstellen, machen gute Geschäfte.

58 Prozent der Betriebe sehen im Snackbereich mit Heißer Theke, To-Go-Produkten, Catering und Mittagstisch großes Wachstumspotenzial, so der Deutsche Fleischer-Verband (DFV).

Rund 60 Prozent der Metzgereien in Deutschland bieten Snacks an. Aber mit dem klassischen Fleischkäseweck oder Schnitzelbrötchen ist es nicht getan. Die Kunden lieben zwar Bewährtes, schätzen aber auch die Vielfalt und den Reiz des Neuen.

Die Fleischer-Fachmesse präsentiert das gesamte Spektrum der Möglichkeiten: von der Heißen Theke mit Wraps, belegten Brötchen und Salaten, über Mittagstisch und Partyservice bis hin zu selbst gemachten Konserven und Lieferdiensten für Firmenkunden. Wie die afz – allgemeine fleischer zeitung in Branchenerhebungen wie dem afz-Barometer ermittelte, erwirtschaften die Fleischer mit Imbiss und Heißtheke durchschnittlich zehn Prozent ihres Umsatzes.

Mit den Pfunden wuchern

Bei Uwe Schäfer, Metzgermeister aus Weinstadt mit zehn Filialen im Remstal, läuft es sogar noch besser. Im Stammhaus machen die Tagesessen 20 Prozent des Umsatzes aus. Auf der Karte steht vor allem saisonale und regionale Küche. Täglich gehen 250 bis 300 Mittagessen über die Theke, davon 250 vegetarische Gerichte pro Woche. 30 Plätze innen und 30 Plätze im Außenbereich hat er zu bieten.

Vor allem die Theke wird zum Verwandlungskünstler. Beispiele finden sich auf der Süffa etwa bei dem Ladenbauer Schrutka-Peukert. Mit einem Handgriff lässt sich die Snacktheke von der Bedien- zur Selbstbedienungstheke umrüsten.

„Imbiss- und Verzehrbereiche nehmen mittlerweile in vielen Fleischerläden mehr Raum ein als der eigentliche Verkauf“, bestätigt Innenarchitektin Ulrike Komrowski von Kramer Ladenbau. Bei der Gestaltung seien verstärkt Elemente aus der Erlebnisgastronomie gefragt: Besondere Farbkombinationen und Materialien oder auch emotionale Fotos. Ebenso wichtig wie die Innovation sei ein erkennbarer Bezug zur Firmentradition.

In jedem Fall müsse deutlich werden, dass der Metzger noch selbst produziert, meint Ingo Kern, der einen klaren Trend zum „Hausgemachten“ erkennt. Der Hersteller von Spätzle-Knöpfle und Schupfnudelmaschinen will die Metzger auf der Süffa dazu ermutigen, saisonale Spätzle in unterschiedlichen Variationen anzubieten: Asia-Spätzle, Schwaben-Spätzle, Vegetarier-Spätzle oder Bayern-Spätzle.

Tiefkühl-Backwarenhersteller Edna International führt auf der Messe im Rahmen stündlicher Live-Shows ein unkompliziertes Sandwich-Konzept vor, das sich für kalte oder warme To-Go-Snacks eignet.
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