Sicherheit und Haltbarkeit im Fokus

Freitag, 20. September 2013
Foto: Die FachPack in Nürnberg präsentiert Beispiele für Verpackungsmaterial und Maschinenlösungen. Foto: NürnberMesse

Die FachPack öffnet vom 24. bis 26. September 2013 auf dem Messegelände in Nürnberg ihre Tore. Eines der beherrschenden Themen der Verpackungsindustrie ist die Lebensmittelsicherheit. Qualitäts-sicherung steht daher weit oben auf der Agenda.

( Bild: Die FachPack in Nürnberg präsentiert Beispiele für Verpackungsmaterial und Maschinenlösungen. Foto: NürnberMesse)
Bei den Verpackungsmaterialien steht der Produktschutz im Vordergrund, sind doch in Lebensmitteln mehr Ressourcen gebunden als in der Verpackung. Produktverluste verursachen höhere CO2-Emissionen als durch weniger Verpackungsmaterial eingespart werden können.

Lösungen für Fleisch und Wurst

Daher geht Materialreduktion oder -substitution immer einher mit optimierten Eigenschaften. Das Ziel ist es, biobasierte, intelligente, nachhaltige Verpackungssysteme zu entwickeln. Eine erste Verpackung mit einer Deckelfolie aus einem Papier-Kunststoff-Verbund mit Fenster wird bereits für Käse und Wurst verwendet. Optik und Haptik entsprechen der von Papier. Der Verbund spart fossile Rohstoffe und bietet neue Differenzierungspotenziale. Die individuellen Fensterformen lassen einen Blick auf das Produkt zu.

MAP (modified atmosphere packaging) schützt Lebensmittel gut, ist verbraucherfreundlich und meist wieder verschließbar, obwohl hier noch ein Problem zwischen Aufreißkraft und Wiederandruck besteht. Ein Konsortium von Forschungseinrichtungen, einem Chemiekonzern, Fleisch verarbeitenden Betrieben und

Herstellern von Verpackungssystemen arbeitet an dem Projekt „Safe-Pack“ – einem Kunststoffmaterial, das Bakterien nach einem rein physikalischen Prinzip abtötet. Dadurch wird kein zusätzlicher Wirkstoff eingebracht, der auf das Füllgut übergehen könnte. Die Haltbarkeit von frischen Fleischwaren wird so signifikant verlängert. Es wird wohl etwas dauern, bis das neue Verpackungsmaterial einsetzbar ist, da die lebensmittelrechtlichen Zulassungsverfahren noch durchlaufen werden müssen.

Automatische Endkontrolle

Die Maschinenhersteller haben Inspektionssysteme entwickelt, die als Module auch in bestehende Anlagen integriert werden können. Zum Teil übernehmen sie dabei neben der Fremdkörpererkennung zusätzliche Aufgaben wie Wiegen, Verifizierung der Kennzeichnungen oder Dichtheitskontrolle.

MAP-Verpackungen für Fleischwaren, Käse oder Fertiggerichte werden immer häufiger eingesetzt, nicht zuletzt wegen des Trends zu höherer Convenience. Prüfsysteme in Modulbauweise ergänzen FFS- (Form-, Füll- und Verschließ-) Anlagen und sorgen für zuverlässige, automatische Kontrolle auf einwandfreie Siegelnähte, lesbare und stimmige Etiketten sowie auf Fremdkörper.
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