Ticker 85. Grüne Woche

Montag, 27. Januar 2020
Die 85. IGW findet vom 17. bis 26. Januar 2020 in Berlin statt.
Foto: Messe Berlin
Die 85. IGW findet vom 17. bis 26. Januar 2020 in Berlin statt.

Hier finden Sie regelmäßig aktualisierte Nachrichten von der weltweit wichtigsten Ausstellung für die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Grüne Woche zieht Lobbyisten, Politiker, Unternehmer und Verbraucher magisch an. Sie bringen sich in Stellung und diskutieren Fragen der Tierhaltung und Ernährung.

Nächster Termin: 15. bis 24. Januar 2021
Veranstaltet wurde die Internationale Grüne Woche Berlin 2020 von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger waren der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Die 86. Internationale Grüne Woche Berlin findet vom 15. bis 24. Januar 2021 auf dem Berliner Messegelände statt.

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Foto: Messe Berlin
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Mehr Fachbesucher 2020
Die Internationale Grüne Woche Berlin hat auch 2020 ihren Stellenwert als globale Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau unterstrichen. Wie im Vorjahr kamen mehr als 400.000 Messe- und Kongressbesucher in die Messehallen am Berliner Funkturm, darunter etwa 90.000 Fachbesucher (2019: 85.000) aus 75 Ländern. Im Zentrum der Diskussionen standen die Herausforderungen des Klimawandels für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie Lösungsansätze für nachhaltige, ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktionsverfahren. Die Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln, das Tierwohl und die Sicherung der Welternährung waren viel diskutierte Themen der Messe.
Endspurt auf der Grünen Woche: Am Wochenende präsentieren sich die 1.810 Aussteller aus 72 Ländern noch einmal mit einem vollen Programm.
Foto: Messe Berlin
Endspurt auf der Grünen Woche: Am Wochenende präsentieren sich die 1.810 Aussteller aus 72 Ländern noch einmal mit einem vollen Programm.
Termine Samstag, 25. Januar
11.40 Uhr: Wald, Wild, Jagd und Natur. Gemischtes Programm mit Wild-Köchin Katja Klaetsch, Jagdhornbläsergruppe Rehberge und Hundetrainerin Alexandra Weibrecht. Halle 27, LandSchau Bühne

16.45 - 17 Uhr: Essen retten und Ressourcen schonen – Innovative Lösungen zur Vermeidung von Food Waste. Halle 27, LandSchau-Bühne

Niedersachsen: Bratwurst aus Buffalowürmern

Auf den Insektenburger soll noch in diesem Jahr Deutschlands erste Insektenbratwurst folgen, verrät Baris Özel, Gründer und CEO der Osnabrücker BUG-Foundation, am Stand in der Niedersachsenhalle auf der Grünen Woche. Ein Prototyp existiere bereits. Wie die tiefgefrorenen Burger, die inzwischen in ausgewählten Edeka- und Rewe-Filialen erhältlich sind, werde die Wurst aus Buffalowürmern gefertigt, die mit den Mehlwürmern verwandt sind. Diese werden demnach ohne Einsatz von Antibiotika gezüchtet, sind reich an Proteinen und ungesättigten Fetten. Für die Zucht werden im Vergleich zur Produktion von Rindfleisch ein Fünfundzwanzigstel der Fläche und ein Zwölftel an Futtermitteln benötigt, betont Özel. Die Entstehung von Treibhausgasen werde auf ein Hundertstel reduziert und viel Wasser eingespart. Halle 20, Stand 114

Mehr Freiraum für Eier, mehr Freiraum für Hühner, mehr Freiraum für Diskussionen – dazu will der Eierkarton der Ökologischen Tierzucht gGmbH (ÖTZ) anregen. Die Eierkartons werden unter dem Motto „Weniger bringt mehr“ – nämlich mehr Tierwohl und Bio von Anfang an – an ausgewählte Persönlichkeiten aus Politik, Unterhaltung, Medien und Landwirtschaft verteilt.
Foto: Ökologische Tierzucht gGmbH
Mehr Freiraum für Eier, mehr Freiraum für Hühner, mehr Freiraum für Diskussionen – dazu will der Eierkarton der Ökologischen Tierzucht gGmbH (ÖTZ) anregen. Die Eierkartons werden unter dem Motto „Weniger bringt mehr“ – nämlich mehr Tierwohl und Bio von Anfang an – an ausgewählte Persönlichkeiten aus Politik, Unterhaltung, Medien und Landwirtschaft verteilt.
„Die Grüne Woche ist ein akzeptierter Ort, wo Bauern und Verbraucherschützer miteinander ins Gespräch kommen können. Mein Empfinden ist: Hier werden diese Bezugspunkte geschaffen. Hier kann ich Fragen beantwortet kriegen, die mir kein Supermarkt beantwortet. “
Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert
Bundespreis Ökolandbau geht an Schinkeler Höfe

Der diesjährige "Bundespreis Ökolandbau" geht an den Verbund Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Schinkeler Höfe. Die Schinkeler Höfe sind ein Zusammenschluss der drei Bioland-Höfe Mevs, Rzehak und Wurzelhof sowie der Bioland-Bäckerei Kornkraft aus dem Kieler Raum. Gemeinsam mit rund 400 Verbrauchern bilden sie eine solidarische Landwirtschaft. Alle vier Unternehmen wirtschaften seit den 1980er Jahren ökologisch, die Höfe Mevs und Rzehak bereits in der zweiten Generation. Auf dem Biohof Rzehak leben rund 35 Milchkühe mit ihrem Nachwuchs und drei Schweine. Die Kühe dürfen ihrer Hörner behalten, die Kälber werden von ihrer Mutter und Ammen aufgezogen und auch die Bullenkälber werden auf dem Hof gemästet. Wichtigstes Standbein des Betriebes ist die Direktvermarktung: Milch und Milchprodukte gehen an Naturkostläden, Kindergärten und Kantinen in der Region und werden über den eigenen Hofladen, wo auch das Fleisch der Tiere verkauft wird, vertrieben.

Der diesjährige "Bundespreis Ökolandbau" geht an den Verbund Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Schinkeler Höfe.
Foto: Bioland
Der diesjährige "Bundespreis Ökolandbau" geht an den Verbund Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Schinkeler Höfe.

Weitere Auszeichnungen des Bundespreis Ökolandbau gehen an Hof Luna in Freden für die Zucht und den Erhalt vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen, für das langjähriges Engagement im Naturschutz sowie für die Integration des Betriebes in eine außerfamiliäre Gemeinschaft mit zahlreichen Bildungsangeboten. Und an Schloss Gut Obbach in Euerbach-Obbach für den vorbildlichen Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten.

Fridays for Future: Dialog zum Klimaschutz
Mit Interesse, aber auch Beschimpfungen müssen die Klima-Aktivistinnen von Fridays For Future zurechtkommen. Zum ersten Mal haben sie einen Stand auf der Grünen Woche. Tanja und Anuk (beide 14 Jahre alt) aus Treptow finden es wichtig, auf der IGW präsent zu sein. "Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass Essen politisch ist", sagt Tanja Maiwald. Für das Klima haben Tanja und Anuk bereits ihre Ernährungsgewohnheiten umgestellt. Beide sind Vegetarierinnen und achten darauf, überwiegend regionale Bio-Lebensmittel zu kaufen. Sprecher Niklas Schober findet die IGW wichtig, weil er sich bereits mit Vertretern der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie austauschen und ihnen die Ziele von Fridays for Future näher bringen konnte. Halle 22, Stand 140

5.000 Nachkommen

hat der Zuchtbulle Mango PP bereits gezeugt. Er bringt 1.300 kg auf die Waage, wurde am 6. April 2016 geboren und stammt von der Besamungsgenossenschaft eG Wölsau.

Oberfranken: Bier aufs Brot
Man kann Pils und Schwarzbier trinken. Aber auch essen: Beides lässt sich in Biergelee und -marmelade und damit zu einem köstlichen Brotaufstrich verwandeln, der in der Genussregion Oberfranken produziert wird. Alkohol ist übrigens nicht drin. Halle22b, Stand 240

Insekten statt Fleisch: Bugfoundation. Niedersachsen-Halle 20,
Foto: Messe Berlin
Insekten statt Fleisch: Bugfoundation. Niedersachsen-Halle 20,
Termine Freitag, 24. Januar
10 - 15 Uhr: Produktverkostung von frisch zubereiteten Heringsspezialitäten.  Halle 5.2a, Stand 145, Fisch-Informationszentrum
10.40 Uhr /13.35 Uhr: Wilde Snacks selber zaubern. Mit dem Deutschen Jagdverband, Köchin Katja Klaetsch und Schülern. Halle 27, LandSchau-Bühne
IGW 2020 - ZDH - DFV
(Bild: sch)

Mehr zum Thema

Internationale Grüne Woche Regional ist Klimaschutz

Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"
Bereits zum 26. Mal ehrt das BMEL bürgerschaftliches Engagement und die ganzheitliche Entwicklung unserer Dörfer im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, würdigt alle Teilnehmer bei einem großen Festakt mit rund 2.500 Teilnehmern mit einer Festrede. Freitag, 24. Januar 2020, 14 - 15.30 Uhr, City Cube
„Wer mit Tieren arbeitet und die Schöpfung ehrt, der quält sie nicht. Bauern sind keine Umweltzerstörer. Bauern sind keine Tierquäler. Wer das trotzdem tut, darf sich nicht Bauer nennen. Denn er schadet damit allen Landwirten. “
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
Guten Appetit: Echte Thüringer
Foto: Messe Berlin
Guten Appetit: Echte Thüringer
Tag des Ökologischen Landbaus
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) laden zum Doppeljubiläum ein: Zum 20. Mal findet der Tag des Ökologischen Landbaus statt, der dieses Jahr unter dem Motto "Innovation – Vielfalt – Tradition: Wie Land- und Lebensmittelwirtschaft mit Bio zukunftsfähig werden" steht. Ebenfalls seit zwei Jahrzehnten werden in diesem Rahmen die Sieger des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau ausgezeichnet. Die Preisverleihung nimmt Bundesministerin Julia Klöckner vor. Donnerstag, 23. Januar, 12.30 - 13.30 Uhr, Halle 27, Beta 6+7
CurryQ in der Länderhalle Nordrhein-Westfalen, 5.2a
Foto: Messe Berlin
CurryQ in der Länderhalle Nordrhein-Westfalen, 5.2a
Termine Donnerstag 23. Januar

Marktplatz: Sichere Lebensmittel vom Hof bis auf den Teller. Eine Live-Sendung des Deutschlandfunks. 10-11.45 Uhr, Halle 27, Lust aufs Land

Heilsbringer oder Beruhigungspille? Digitalisierung in den ländlichen Räumen. 14.45 - 15:05 Uhr, Halle 27, LandSchau-Bühne

Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau: Die frisch gekürten Preisträger 2020. 15.40 - 16.10 Uhr.Halle 27, LandSchau-Bühne

Podiumsdiskussion: Tierärztemangel / Notdienst. 16 -17 Uhr, Halle 3.2, ErlebnisBauernhof

Too Good to go
(Bild: Imago Images / Christian Spicker)

Mehr zum Thema

Too Good To Go Sprung in die USA geplant

Too Good To Go: App gegen Food Waste
Die App Too Good To Go bringt Gastronomen, Metzger und Händler mit Lebensmittelrettern zusammen. Mittels der integrierten Ortung finden Konsumenten Fleischereien, Cafés, Bäckereien, Hotels oder Restaurants in ihrer Nähe, bei denen üblicherweise Essen übrig bleibt. Kurz vor Ladenschluss oder nachdem  der Mittagstisch geschlossen wurde können sie in einem definierten Zeitfenster vorzugsweise in der eigenen Frischhaltebox ihre per App reservierte Portion abholen. Das gerettete Essen ist mindestens 50 Prozent günstiger als im normalen Verkauf. Bezahlt wird über die App. Halle 22, Stand 123
App - Too good to go
(Bild: TGTG)

Mehr zum Thema

Trends Zu schade für die Tonne

Dieselfrei durch Hof und Stadt

Reichweite ist nicht alles: Für den täglichen Transport zwischen Hof, Laden oder Wochenmarkt reichen 80 km bei weitem, und es kommt oft viel mehr auf Wendigkeit an. Diesen Anforderungen wird der neue vollelektrische Kleintransporter Tropos ABLE gerecht, wirbt der Hersteller Tropos Motors. Er feierte mit drei Exemplaren, deren Serienproduktion im März in Herne starten soll, auf der IGW  Premiere. Aufgeladen werden sie an der Haushaltssteckdose oder an einer Wallbox. Ein Universalchassis ist die Basis für Aufbauten wie Pritsche oder Koffer und Varianten mit Reichweiten von 80 bis 260 Kilometer und Spitzengeschwindigkeiten zwischen 40 und 85 km/h. In der Grundausstattung kostet ABLE vor Steuern weniger als 20.000 Euro. Halle 27,Stand 306

Vollelektrisch: Able von Tropos Motors
Foto: Tropos Motors
Vollelektrisch: Able von Tropos Motors
Dorfapp macht Dörfer digital
Die Projektentwickler von "Denkstrukturen" zeigen eine auf die Bedürfnisse des ländlichen Raumes zugeschnittene Plattform Dorfapp. Die App fasst Dienstleistungen vom Lieferservice des Supermarktes im Nachbardorf, über den Fahrradverleih bis zur nachbarschaftlichen Mitfahrzentrale zusammen. Entwickler Florian Kern nennt weitere Beispiele, mit denen sich der Traum "Unser Dorf soll digitaler werden" erfüllen kann: "Der virtuelle Dorfplatz, auf dem sich die Bewohner digital treffen, austauschen, aber auch konkret verabreden können, Kooperation mit regionalen Zeitungen oder Push-Nachrichten vom Metzger mit Sonderangeboten." Halle 27,Stand 410
400 Schülerzeitungsredakteure diskutieren auf der größten Pressekonferenz der Grünen Woche mit dem Bauernverband, Fridays for Future und weiteren Experten zum Thema Zukunft der Landwirtschaft.
Foto: Messe Berlin
400 Schülerzeitungsredakteure diskutieren auf der größten Pressekonferenz der Grünen Woche mit dem Bauernverband, Fridays for Future und weiteren Experten zum Thema Zukunft der Landwirtschaft.

Partnerland Kroatien : Dalmatinische Spezialitäten
Die kulinarische Region Dalmatien an der Südküste Kroatien ist für ihre schönen Landschaften und zahlreichen Inseln bekannt. Die typisch dalmatinische Küche ist für Wein, Olivenöl, Fisch, Fleischprodukte und Gewürze bekannt. Zu probieren gibt es den bekannten Dalmatinski pršut, dalmatinischen Trockenschinken, der aus frischem Schweineschinken mit Knochen hergestellt wird. Er zeichnet sich durch einen vollmundigen Geschmack und einen einzigartigen Geruch aus. Auch im kroatischen Restaurant auf der IGW wird dalmatinisch gekocht. Hier gibt es Pašticada mit Gnocchi, ein geschmortes Rindfleischgericht, das in einer speziellen Soße zubereitet wird. Halle 10.2

LAND.SCHAFFT.WERTE.
Das Team von LAND.SCHAFFT.WERTE. aus Cloppenburg haben wieder Metzgermeister Max im Gepäck. Bei ihrer Bühnenpräsenz am 22. und 23. Januar 2020 in der Halle des Erlebnisbauernhofes dreht sich alles um das wertvolle Lebensmittel Fleisch. Wie wird eine Bratwurst hergestellt? Woraus besteht sie? Wo kommt das Fleisch eigentlich her? In dem dreimal 30-minütigen Bühnenprogramm zeigt Max Beck der Öffentlichkeit, welches Handwerk hinter der Zerlegung einer Schweinhälfte steckt. Eine Köchin bereitet unter anderem Bratwurstvariationen direkt zu. Halle 3.2

Start-up Days

20 junge Unternehmen stellen ihre Ideen und Produkte auf den Start-up Days am 22. und 23. Januar in Pitch-Sessions und im Ausstellungsbereich des Professional Centers (Marshallhaus) vor. Die Siegerehrung findet hier am 23. Januar um 14 Uhr statt. Mit den Start-up Days möchte die Messe Berlin aktuelle Foodthemen und Trends positionieren. Zu den Ideen zählen beispielsweise Umami-Sauce auf Lupinenbasis, essbares Besteck und eine Plattform zur Effizienzsteigerung landwirtschaftlicher Betriebe.


Zukunftsforum Ländliche Entwicklung
Auf dem 13. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung geht es am 22. und 23. Januar 2020 darum, dass das Leben in den ländlichen Räumen attraktiv bleibt. Eröffnung 22. Januar 2020, 11 Uhr, City Cube


Zukunftswerkstatt Land- und Ernährungswirtschaft 14- 20.30 Uhr, CityCube, Ebene 1, Saal A4/A5

So schmeckt Nordrhein-Westfalen
Der Verein Ernährung-NRW e.V. präsentiert auf dem Messestand in Halle 5.2a eine Auswahl regionaler Spezialitäten, unter anderem sind dabei: Aachener Aixtra-Fleischer Verein e. V., GS Schmitz GmbH & Co. KG, Kuller Feine Grafschafter Wurstwaren GmbH & Co KG, Metzgerei Gerlach und die Ruhrfeuer Produktions GmbH. Die beiden Showköche Wolfgang und Magdalene Grabitz bereiten an dem Stand zusätzlich am 22. und 23. Januar Wildspezialitäten zu.

Digitale Experimentierfelder in der Landwirtschaft
Bundesministerin Julia Klöckner übergibt 14 deutschen Betrieben, die die Digitalisierung in der Landwirtschaft vorantreiben, Förderbescheide. Ein Projekt ist das Assistenzsystem für eine intelligente Rinderhaltung „CattleHub“. 22. Januar, Halle 23a, Bühne, 14 Uhr

#Klimapraktiker beim Restaurantbesuch – McDonalds
Mit Heike Bierweiler (Director), Stefan Teepker (Young Farmer), Renate Künast (Grüne Politikerin), Reinhild Benning (Germanwatch). 12.30 – 13 Uhr,  Halle 3.2, ErlebnisBauernhof


Nutri Score für Nestlé-Produkte
Wie gesund ist eine Tiefkühlpizza? Diese Frage beantwortet ab sofort der Nutri Score auf Produkten aus dem Hause Nestlé. Als erstes werden die Steinofen-Pizzen der Marke Nestlé Wagner gekennzeichnet und kommen parallel zur IGW in den Handel. Je nach Sorte schwankt ihr Nutri Score zwischen A für Spinat und C für die Sorte Speciale mit Wurst, Schinken und Champignons. In einem Zeitraum von zwei Jahren will der Konzern rund 5.000 Produkte in Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und der Schweiz mit der Nährwert-Ampel versehen, darunter auch Getränke. Halle 3.2, Stand 146

„Wir wollen dorthin, wo es wehtut: in die Fakten.“
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
Partnerland Kroatien: Kulen

Das Partnerland Kroatien stellt unter anderem Spezialitäten aus Slawonien vor. Die Region, die im Osten liegt, ist als Kornkammer des Landes bekannt. Besucher können unter anderem die preisgekrönte traditionelle kroatische Fleischdelikatesse Kulen entdecken. Die kurze, dicke und tiefrote Rohwurst Baranjski kulen (Kulen aus der Region Baranja) ist als Originalprodukt aus Kroatien geschützt, ebenso wie Slavonski kulen/Slavonski kulin (Slawonische Kulen). Halle 10.2

Lettland: Gutes aus Hanf
Wie vielseitig Hanf in Lebensmitteln eingesetzt werden kann, zeigt Lettland. Produzenten haben Proteinriegel mit Hanfsamen, Hanfsamenöl, das sich sowohl zum Verzehr als auch für die äußere Anwendung eignet, Hanfbrot, Hanfbier, Hanfkäse sowie Erdnussbutter mit Hanfproteinpulver mitgebracht. Selbst das handwerklich hergestellte Eis aus Skriveri gibt in der Geschmacksrichtung Kohle-Hanf. Lebensmittel aus Hanf enthalten kein berauschendes THC und gelten als sehr gesund und proteinreich.Halle 8.2, Stand 105

Polen: Regionale Küche
Um die Mittagszeit wird am Polnischen Nationalstand der Kochlöffel geschwungen. Ob Piroggen, Kartacze (mit Fleisch gefüllte Kartoffelklöße) oder Apfelkuchen aus Grójecki-Äpfeln, jeden Tag gibt es unter dem Motto "Polen schmeckt" regionale Spezialitäten. Für Polen ist Deutschland der wichtigste Handelspartner für Agrar-Produkte. 24 Prozent exportiert Polen in das Nachbarland und insgesamt 82 Prozent in die EU. Halle  11.2, Stand 101

4.778 Nutz- und Heimtiere tummeln sich in diesem Jahr auf IGW. Neben Nutztieren in der Tierhalle 25 finden Besucher beliebte und seltene Heimtiere in Halle 26.
Foto: Messe Berlin
4.778 Nutz- und Heimtiere tummeln sich in diesem Jahr auf IGW. Neben Nutztieren in der Tierhalle 25 finden Besucher beliebte und seltene Heimtiere in Halle 26.
Österreich: Noch einen Tick schärfer
Der frisch geraspelte Meerrettich von Feldbacher aus der Steiermark präsentiert unter dem Motto "Das scharfe Teil" Kren-Spezialitäten. In diesem Jahr hat der Produzent eine dritte Sorte "Lieblings-Kren" namens "Wasabo" dabei. Liebhaber ostasiatischer Küche ahnen es schon: Der Meerrettich ist mit Wasabi versetzt und noch einen Tick schärfer. Halle 4.2, Stand 408

Burek aus Nordmazedonien
Nordmazedonische Meisterköche jonglieren auf der Internationalen Grünen Woche mit Filoteig und lassen die Besucher die daraus zubereiteten Burek-Strudel und -Pasteten verkosten. „Alle unsere Produkte entstehen in Handarbeit“ sagt Ana Chepiljugin, Marketing-Koordinatorin der Tiefkühlabteilung der Herstellerfirma Kadino. Gefüllt mit Käse und Spinat oder mit Fleisch, aber auch vegan mit Kohl oder Kartoffeln, werden sie bei 40 Minusgraden schockgefroren und exportiert. Halle 4.2, Stand: 330
Bio&Meer: Produkte aus Salzwiesenfleisch von der "Insel Öhe" in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern 5.2b
Foto: Messe Berlin
Bio&Meer: Produkte aus Salzwiesenfleisch von der "Insel Öhe" in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern 5.2b
Greenpeace Grüne Woche
(Bild: Imago Images / Raimund Müller)

Mehr zum Thema

Greenpeace Mehrheit für Steuern auf Fleisch

Bitkom: Blockchain für Transparenz
"Verbraucher in Deutschland wollen nicht nur wissen, was in den Lebensmitteln steckt, sie wollen auch bewusst und informiert einkaufen. Dafür brauchen wir Transparenz auf allen Ebenen", sagt Andreas Schweikert, Referent für Landwirtschaft des Digitalverbandes Bitkom. "Große Chancen liegen auch in der Blockchain-Technologie. So können bei einem Stück Fleisch etwa Geburtsdatum und -ort des Tieres, Züchter, Futterhersteller sowie der Transport lückenlos und für alle nachvollziehbar gespeichert werden. Blockchain macht nicht nur die Lieferkette transparent, sondern beugt auch Lebensmittel-Skandalen vor und macht im Falle eines Falles den Rückruf schnell und effizient."

Erfunden in Berlin, besungen im Pott: Die Currywurst. "Curry 36" in der Länderhalle Berlin (22a)
Foto: Messe Berlin
Erfunden in Berlin, besungen im Pott: Die Currywurst. "Curry 36" in der Länderhalle Berlin (22a)
Nationales Dialogforum Landwirtschaft
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gibt am Dienstag, 21. Januar 2020, den Startschuss zum angekündigten Nationalen Dialogforum Landwirtschaft. Das Forum will Landwirte, Verbraucher, Umweltverbände und anderer Gruppierungen miteinander ins Gespräch bringen, um Verständnis  zu schaffen und Gräben überwinden. Messegelände Berlin, Halle 23a, 10.30 Uhr, unter anderem mit Dr. Inken Christoph-Schulz, Thünen-Institut: "Social Lab Nutztiere – Erkenntnisse aus unseren Gruppeninterviews mit Bauern und Verbrauchern".
Das Roggen-Vollkornbrot ist das "Brot des Jahres 2020": Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und Michael Wippler, Präsident, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, bei der Verkündung.
Foto: Messe Berlin
Das Roggen-Vollkornbrot ist das "Brot des Jahres 2020": Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und Michael Wippler, Präsident, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, bei der Verkündung.
Termine Dienstag, 21. Januar
BMEL: „Du entscheidest“: Die Rolle des Verbrauchers und seine Einflussmöglichkeiten innerhalb der Wertschöpfungskette, 10- 18 Uhr, Halle 23a

Cook & Talk
mit Christian Kircher, Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik, 14.30 - 15 Uhr,
mit Jörg Ullmann, Algomed, 16- 16.30 Uhr, Ort: Halle 3.2, BVE


Wir sehen Land: Digital! Querdenker und Start-ups für ländliche Regionen. 15- 15.30 Uhr, Halle 27, LandSchau-Bühne
Pustertaler Ozelot, Halle 25
Foto: Messe Berlin
Pustertaler Ozelot, Halle 25
Ausgezeichnet: Tierische Prachtexemplare
Robuste Rinderrassen wie Galloway, Hereford und Welsh-Black standen im Fokus der Preisverleihung der 4. Bundesschau "Schwarz Rot Gold – robust" in Halle 25. Die Tiere können das ganze Jahr über im Freien gehalten werden. Dadurch baut sich ihre Muskelmasse langsamer auf und ihr Fleisch hat einen intensiveren Geschmack. Es eignet sich gut für die Direktvermarktung. Eine internationale Jury hatte aus 260 Einreichungen aus ganz Deutschland die Tiere ausgezeichnet, die am stärksten die Merkmale ihrer Rasse repräsentieren. Halle 25
Siegerehrung 4. Bundesschau schwarz-rot-gold ROBUST Rinder
Foto: Messe Berlin
Siegerehrung 4. Bundesschau schwarz-rot-gold ROBUST Rinder
Bundesweites Kataster gegen Wildunfälle
Die Vielfalt der Jagd demonstriert der Deutsche Jagdverband. Besucher können sich von den unterschiedlichen Aufgabengebieten verschiedener Gebrauchshund-Rassen ebenso überzeugen wie vom Nutzen des Waschbärfells, wie Sprecher Torsten Reinwald erläutert. Er nennt beim Thema Tierschutz vor allem die Anstrengungen, Wildunfälle zu verhindern. Im Alltag liefert bald ein Tierfund-Kataster bundesweit wissenschaftlich verwertbare Daten. „Sammeln, erkennen, entschärfen“ sei dabei das Ziel, sagt Reinwald. Halle 27, Stand 204
Frische Forum Fleisch 2020
(Bild: Felix J. Holland)

Mehr zum Thema

Frische Forum Fleisch Fleisch ist Teil der Lösung

Lebensmittel aus Schweden
Eine neue Broschüre des schwedischen Landwirtschaftsministeriums trägt die Vorteile von Nahrungsmitteln aus Schweden zusammen. So hat das skandinavische Land bei Nutztieren den geringsten Verbrauch an Antibiotika in der Europäischen Union. Mehrere Tierkrankheiten seien in Schweden gar nicht vorhanden. Auch der Tierschutz spiele eine wichtige Rolle: Schwedischen Kühe stehen im Sommer auf der Weide und schwedischen Schweine behalten ihren Schwanz. Das niedrige Klima mit langen und hellen Sommertagen bringe aromatisches Obst und Gemüse hervor.  Nach Österreich hat das Land den zweitgrößten Anteil biologisch bewirtschafteter Fläche in Europa. Halle 8.2, Stand 113

"Ein Bisschen Liechtenstein"
Mit dem kulinarischen Wortspiel "Ein Bisschen Liechtenstein" präsentiert sich das alpine Fürstentum auf der Grünen Woche. Die angebotenen Spezialitäten kommen aus allen elf Gemeinden des Landes, die Besucher auf dem "Liechtensteinweg" abwandern können. Kleine Stärkungen am Wegesrand sind Alpkäse auf Birnenbrot, Landrauchschinken vom Schwein über Pralinen sowie Obstbrand und Bier. Halle 4.2, Stand 130

Fleischersatz aus Benin sucht deutschen Vermarkter

Pépite d’Or ("Goldklumpen") heißt die Firma aus der Hauptstadt Cotonou des westafrikanischen Staates Benin, die auf der Grünen Woche nach Abnehmern ihrer Produkte sucht. Dazu gehören Rohstoffe wie Mais, Sojabohnen, Cashew- und Erdnüsse, aber auch verarbeitete Produkte wie das „Goldklumpen“-Mehl oder ein Fleischersatz aus Sojakörnern namens Sofarine-G. Kochen, würzen, mit Öl in der Pfanne sieden, Gemüse dazu, fertig. Produktmanager Serge Adjadogbedji hofft auf einen Vermarkter. Halle 1.2, Stand 261

Hessen: Die Wurstmacher
Foto: Messe Berlin
Hessen: Die Wurstmacher
Bio-Regionalpreis Sachsen-Anhalt
Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert freut sich auf den Sachsen-Anhalt-Tag am heutigen Montag, den 20. Januar, auf dem der traditionelle Bio-Regionalpreis gemeinsam mit der Edeka Handelsgesellschaft Minden-Hannover und in Kooperation mit der BioHöfeGemeinschaft Sachsen-Anhalt e.V. verliehen wird. "Ich bin schon jetzt gespannt, welches innovative Bio-Produkt in diesem Jahr gewinnen wird und dann bei Edeka in den Regalen zu finden ist", sagt sie. 20. Januar, 12 Uhr, Halle 23b
Die Grüne Woche in Zahlen
Foto: Messe Berlin
Die Grüne Woche in Zahlen
Termine

Bayerisches Strohschwein, 12.45 – 13 Uhr, Halle 22b

Deutscher Bauernverband: Landwirtschaft als Teil der Lösung beim Klimaschutz. Mit den Podiumsgästen Artur Auernhammer, Dr. Andreas Täuber, Eberhard Hartelt, Thorsten Mohr, Josephine Hübner. 14 - 14.30 Uhr, Halle 3.2, ErlebnisBauernhof
Showprogramm mit gefährdeten Haustierrassen und Voltigieren von Pferden. 16.30 - 17.30 Uhr,  Halle 25, Tierhalle

Hessen: Entschleunigung und Ahle Wurscht
"Der Verbraucher soll sich besser informieren können, damit er fundiert Haltung zeigen kann." So formuliert Julia Kraushaar, Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen, das Motto des Bundeslandes auf der Grünen Woche. Deshalb stünden Transparenz, Qualität und Regionalität über dem neuen Hallenkonzept. Dank vielen Sitzgelegenheiten bietet das Bundesland zwischen Apfelwein, Handkäs, berühmten Mineralwässern und Ahler Wurscht Verköstigung und Entschleunigung. Die Besucher nehmen es an, freut sich Kraushaar: "Beim Hessenabend hatten wir so viele Besucher wie noch nie."Halle 22, Stand 170

Ländertage am Montag, 20. Januar

Sachsen-Anhalt: Rundgang mit Ministerpräsident Reiner Haseloff und seiner Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert um 10 und 14 Uhr, Halle 23 Brandenburg: Landesvater Dietmar Woidke wird wieder den Taktstock schwingen. Und das Landespolizeiorchester mit dem Lied der Brandenburger dirigieren. Halle 21. Sachsen: Agrarminister Wolfram Günther will regionale Produkte stärken. Um 16 Uhr wird Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer den Ländertag besuchen. Eröffnung 12 Uhr, Halle 23b
Eine Million Tonnen bayerischer Käse

Bayerische Produzenten haben im vergangenen Jahr rund eine Million Tonnen Käse hergestellt. Diese Zahl nannte die Münchener Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf der Grünen Woche. Käse ist damit das wichtigste Exportprodukt der bayerischen Ernährungswirtschaft. Den größten Anteil an der Produktion haben Frischkäse mit 380.000 und Mozzarella mit 215.000 Tonnen. Stolz ist Bayern aber auch auf ureigenste Spezialitäten wie Allgäuer Bergkäse. Die Produkte seien vor allem auch in den Feinschmeckerländern Italien, Frankreich und Österreich gefragt. Halle 22, Stand 200

170 königliche Hoheiten

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am Sonntag auf der Grünen Woche 170 königliche Hoheiten empfangen – so viele wie nie zuvor. "Vor gefühlt 100 Jahren" sei sie selbst Nahe-Weinkönigin und anschließend – 1995 – Deutsche Weinkönigin gewesen. "Ich weiß also, welche Arbeit ihr leistet", würdigte die Ministerin das ehrenamtliche Engagement der Produkt-Majestäten, die als authentische Repräsentanten ein wichtiger Teil des Dialogs zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern seien.

Weltpremiere: Incredible Wurst
Gegenüber einer Schweinebratwurst hat sie eine positive Umweltbilanz: 80 Prozent weniger Landnutzung, 90 Prozent weniger Wasser und 90 Prozent weniger Kohlendioxid entfallen auf die Herstellung der veganen Wurst der Nestlé-Marke Garden Gourmet. Das sagte Manager Miguel Serrano während der Weltpremiere der ,Incredible Wurst‘ auf der Grünen Woche. Sie besteht aus Soja, Karotten, Paprika, Roter Bete sowie Kokosnussöl und soll im April 2020 im Einzelhandel verfügbar sein. Bis 2025 soll der Soja ausschließlich aus Europa stammen, so Heike Miéville-Müller, Markenverantwortliche in Deutschland. Halle 3.2a

„Wir sind nicht das Problem, wir sind die Lösung.“
Wolfgang Ingold, BVE-Vorsitzender
Berlin: Na klar gibt’s Currywurst

Beim Rundgang durch die Berlin-Halle begrüßten der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Dr. Christian Göke, CEO der Messe Berlin, die Umweltbewegung Fridays for Future, die in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Grünen Woche vertreten ist. Sie zeigten sich auch von den vielfältigen Angeboten made in Berlin beeindruckt: Beim Neuköllner Start-up Crazy Bastard Sauce gab es scharfe Würze, bei Origo Kaffee einen besonders gerösteten Kaffee und danach die obligatorische Currywurst beim Berliner Original Curry 36. Halle 22

Termine Samstag 17. Januar 2020

Bundesschau Schwarz Rot Gold – robust 2020: Bullen mit Kühen und Kälbern. 10-13 Uhr, Halle 25, Tierhalle Prämierung "Bayerns beste Bio-Produkte". 11.45 - 12.15 Uhr, Halle 22b, Bayernhalle MÄH – Schafe und andere kleine Wiederkäuer: Schafrassen (VDL), Ziegen (Arche Wader), Esel. 13.37 – 13.52 Uhr, Halle 25, Tierhalle
Baden-Württemberg: Genießen wie im Ländle
Baden-Württemberg lädt die Besucher auf eine Gartenterrasse mit Blick in einem Wald, wo sie erstmals an massiven Holztischen Wildschwein-, Reh- und Hirschgulasch genießen können. Spezialitäten wie badische Schäufele oder Schwarzwälder Kirschtorte sowie Biere und Säfte werden auch serviert. Und wer seine Lieblingsgerichte gleich selbst zubereiten möchte, besucht die Kochwerkstatt, wo Profiköche Kurse anbieten. Die Gartenwirtschaft ist eingebettet in die „Genussregionen“, wo sich 19 Hersteller, Anbieter und Regionen mit ihren kulinarischen und touristischen Angeboten präsentieren. Halle 5.2a


100 Genussorte in Bayern
Beispielhaft für die regionale kulinarische Vielfalt rückt Bayern in diesem Jahr 100 Genussorte in den Vordergrund seiner Präsenz auf der Grünen Woche. Für den Urlaubsaspekt ist das Berchtesgadener Land zuständig. Die "Interessengemeinschaft Bayerisches Strohschwein", eine Initiative von Landwirten, Metzgern und gastronomischen Betrieben, stellt den Mehrwert einer nachhaltigen und tierwohlgerechten Schweinehaltung vor – von deren Produkten sich die Besucher auch gleich vor Ort überzeugen können. Halle 22, Stand 200

Limpurger Rind
(Bild: Imago Images / Horst Rudel)

Mehr zum Thema

Artenschutz Heimische Rinderrassen sind gefährdet

Mecklenburg-Vorpommern
Zum ersten Mal ist die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen aus Strasburg in der Uckermark auf der IGW. "Wir verarbeiten ausschließlich Rind in Bio Qualität sowie Wild vom Gut Klepelshagen, das nebenan liegt. Die Tiere kommen praktisch zu Fuß zu uns in die Manufaktur und werden inreiner Handarbeit zu vielen verschiedenen Delikatessen verarbeitet," so Betriebsleiterin Christin Richter. Unter anderem präsentiert die Gourmet Manufaktur ihren Verkaufsschlager "Gulasch Royal" aus Bio-Weiderindfleisch. Halle 5.2b
„Fragt man die Verbraucher nach ihrer Bereitschaft, mehr für die Lebensmittel zu zahlen, dann stellen Sie häufig Folgendes fest: Verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensresistenz.“
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft
Händler für faire Löhne auf der ganzen Welt
"Bauern- und Arbeiterfamilien entlang der globalen Lieferketten einen menschenwürdigen Lebensstandard ermöglichen", lautet das Ziel der Absichtserklärung, die ALDI Nord und ALDI SÜD gemeinsam mit anderen Händlern am heutigen Freitag im Beisein von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf der IGW in Berlin unterzeichnen. Der Zusammenschluss namhafter Einzelhändler möchte darauf hinwirken, bis zum Jahr 2030 existenzsichernde Löhne und Einkommen entlang der eigenen globalen Agrarlieferketten zu realisieren.

12. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA)
Inzwischen zum 12. Mal findet parallel zur Grünen Woche die Welternährungskonferenz das "Global Forum for Food and Agriculture" (GFFA) statt, sozusagen ein "Davos der Landwirtschaft". Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner begrüßt dazu im Auswärtigen Amt rund 70 Agrarminister aus aller Welt. Insgesamt werden vom 16. bis 18. Januar 2020 rund 2.000 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik über das Leitthema "Nahrung für alle! Handel für eine sichere, vielfältige und nachhaltige Ernährung" debattieren. CityCube

Fleisch aus dem 3D-Drucker

Jeder achte Bundesbürger (13 Prozent) kann sich vorstellen, künftig Fleisch aus dem 3D-Drucker zu essen, meldet der Digitalverband Bitkom. Bei diesem Verfahren mithilfe eines Lebensmitteldruckers etwa aus Rinderzellen ein Stück Fleisch produziert, massenmarkttauglich ist diese Methode jedoch noch nicht. Für 21 Prozent ist Fleisch aus dem 3D-Drucker demnach jedoch eher nichts, 62 Prozent schließen kategorisch aus, Fleisch aus dem 3D-Drucker zu probieren.

BVE: "Wie schmeckt die Zukunft?"
Intelligente Verpackungen, neue Produkte aus Lebensmittelresten und alternative Proteinquellen – die deutsche Lebensmittelwirtschaft präsentiert in diesem Jahr auf der IGW verschiedene Lösungen einer ressourcenschonenden Lebensmittelproduktion. "Nachhaltig ist die Antwort der Lebensmittelwirtschaft auf die Frage ‚wie schmeckt die Zukunft?‘", erläutert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und des Lebensmittelverbands Deutschland. Halle 3.2., Stand-Nr. 146.

„Nur auf der IGW kommt der Produzent von Nahrungsmitteln in direkten Kontakt zu den Konsumenten.“
Lars Jäger, Messe Berlin
Partnerland Kroatien

Kroatien präsentiert sich in der kompletten Halle 10.2 unter dem Motto "Die Kultur der Agrikultur" mit den vier Regionen Istrien, Slawonien, Dalmatien und Zentralkroatien und deren landestypischen Spezialitäten. Mehr als 50 Lebensmittelunternehmen und Familienbetriebe stellen in Berlin einheimische Produkte aus. Neben Fisch, Wein, Olivenöl und Trüffeln zählt auch Fleisch zur Esskultur Kroatiens. Unter anderem präsentiert das diesjährige Partnerland die Rindfleischspezialität "Pašticada", Truthahn in dünn gebackenem Teig ("Mlinci") sowie die Rohwurst "Kulen" und Prosciutto-Schinken aus Dalmatien ("Dalmatinski pršut").

 Partnerland Kroatien: Der luftgetrocknete Schinken von Drnis mundet mit Weißbrot und Olivenöl.
Foto: Messe Berlin GmbH
Partnerland Kroatien: Der luftgetrocknete Schinken von Drnis mundet mit Weißbrot und Olivenöl.
Qualzucht – was ist das?
Nebenwirkungen von Zuchtzielen mit Podiumsdiskussionen.Halle 27, LandSchau-Bühne, 16-16.40 Uhr

Nutztiere in Halle 25
Die Tierhalle 25 lädt vom 17. bis 19. Januar zur 4. Bundesschau „Schwarz Rot Gold – robust“ mit mehr als 200 Fleischrindern ein. Aus den sieben extensiven Rassen Dexter, Galloway, Hereford, Highland Cattle, Salers, Welsh Black und Zwergzebu wird jeweils der Bundes- und Reservesieger in den Kategorien Bulle, Kuh und Färse gekürt. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) stellt mit dem Westerwälder Kuhhund und dem Pustertaler Rind zudem in Halle 25 die gefährdeten Nutztierrassen des Jahres 2020 vor.
Weibliche Jungrinder und Färsen, Freitag, 17. Januar, 13-16.00 Uhr, Halle 25
PK ITW 2020
(Bild: si)

Mehr zum Thema

Tierwohl Nicht nur für die Bio-Eliten

13 Bundesländer in folgenden Hallen:

Baden-Württemberg (Halle 5.2b)
Bayern (22b)
Berlin (22a)
Brandenburg (21a)
Hessen (22a)
Mecklenburg-Vorpommern (5.2b)
Niedersachsen (20)
Nordrhein-Westfalen (5.2a)
Rheinland-Pfalz (22a)
Sachsen (21b)
Sachsen-Anhalt (23b)
Schleswig-Holstein (5.2a)
Thüringen (20)

Die Welt zu Gast in Berlin
Die afrikanischen Aussteller Algerien, Äthiopien, Benin, Cote d’Ivoire, Demokratische Republik Kongo, Burkina Faso, Madagaskar, Mali, Mosambik, Ruanda, Senegal, Togo, Tunesien und Uganda sind in Halle 1.2b angesiedelt.

Russland und Usbekistan präsentieren sich in Halle 2.2.

Die Alpenrepubliken Frankreich, Italien mit Südtirol, Liechtenstein, Nordmazedonien, Mongolei, Österreich, Schweiz gruppieren sich in Halle 4.2.

Halle 6.2a beherbergt Aussteller aus Afghanistan, Aserbaidschan, Brasilien, Irland, Japan, Kolumbien, Qatar, Slowakische Republik, Sri Lanka, Thailand, Ungarn, Vietnam und Südafrika.

Die Länder Belarus, Belgien, Indien, Kenia, Mexiko, Mongolei, Peru, Türkei sind in Halle 6.2b zu finden.

Luxemburg und die Ukraine präsentieren sich in Halle 7.2a.

Großbritannien, Iran, Kolumbien, Tunesien und Vietnam in Halle 7.2b.

In Halle 7.2c zeigen Armenien, Georgien, Irland, Kanada, Nepal, Portugal und die USA ihre Spezialitäten.

Die Halle 8.2 nutzen Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Norwegen, Schweden.

Die komplette Halle 10.2 ist Partnerland Kroatien vorbehalten.

Bulgarien, Polen, Tschechien und Ungarn sind in Halle 11.2.

Last but not least finden sich in Halle 18 Kosovo, Marokko, Niederlande, Rumänien und Slowenien.

Messe auf einen Blick
Öffnungszeiten: Die IGW findet vom 17. bis 26. Januar 2020 jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr statt. Am 24. Januar sind die Tore bis 20:00 Uhr geöffnet. 

Eintrittskarten: Eine Tageskarte kostet 15 Euro, eine Dauerkarte 42 Euro. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.

Renate Künast Anton Hofreiter
(Bild: imago images / Gerhard Leber)

Mehr zum Thema

Tierhaltung Künast fordert Gesamtkonzept


Ernährungsindustrie 2019 mit Umsatzplus
Im Vorfeld der IGW gab die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) erste Zahlen heraus: Schätzungen zufolge stieg der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie 2019 im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent auf 183,6 Mrd. Euro. Damit stabilisierte sich die Branchenkonjunktur weiter auf hohem Niveau trotz eindeutiger Anzeichen eines gesamtwirtschaftlichen Abschwungs.

35. Frische Forum Fleisch

Alle Welt diskutiert den Klimaschutz – das 35. Frische Forum Fleisch auch. Der Branchentreff von afz und "Fleischwirtschaft" zum Jahresauftakt am Eröffnungstag der IGW in Berlin fokussiert die herausfordernden Ansprüche der Gesellschaft und die ambitionierten politischen Ziele vor dem Hintergrund ihrer Auswirkungen auf die Branche.  Den Zukunftsfragen stellen sich Dietlinde Quack, Öko-Institut, Dr. Bianca Lind, Bundesverband Rind und Schwein, Gereon Schulze Althoff, Tönnies Lebensmittel und Kirsten Kemmerling, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). 17. Januar 2020,  16-18 Uhr , HUB 27 (Halle 27, Raum Beta 9)

Neue Bestmarken
Zum Auftakt des Messejahres 2020 steuert die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) auf Rekordkurs. Mit der bislang höchsten Beteiligung in ihrer 94-jährigen Geschichte präsentieren sich vom 17. bis 26. Januar mehr als 1.800 Aussteller aus 72 Ländern. 2019 waren es 1.750 Aussteller aus 61 Ländern.

Grüne Woche
Am Anfang waren Lodenmäntel. Als die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) Ende des 19. Jahrhunderts ihre Wintertagungen in Berlin abhielt, bestimmten eine Woche lang grüne Kleidungsstücke das Bild der Stadt. Inzwischen hat sich die Internationale Grüne Woche (IGW) in den vergangenen knapp einhundert Jahren zur wichtigsten Messe für die Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau in Deutschland entwickelt – inklusive starkem gesellschaftspolitischen Anspruch.

Julia Klöckner - BU LM-Qualität
(Bild: imago images / photothek)

Mehr zum Thema

Schnäppchenkultur Besser heißt auch teurer

In diesem Jahr feiert der Publikumsmagnet seinen 85. Geburtstag. Seit 1926 präsentierten sich mehr als 91.500 Aussteller aus 130 Ländern den 33,7 Millionen Fach- und Privatbesuchern mit einem umfassenden Produktangebot aus allen Kontinenten. Rund 400.000 Gäste zählte die Veranstalterin Messe Berlin im Jahr 2019, davon rund 100.000 Fachbesucher. Eine ähnlich hohe Zahl wird für die zehn Tage vom 17. bis 26. Januar 2020 erwartet.
IGW - Funkturm
(Bild: Messe Berlin)

Mehr zum Thema

Internationale Grüne Woche Klima. Wandel. Handeln.

Das diesjährige Partnerland ist Kroatien, das seine Traditionen und kulinarischen Highlights in der kompletten Halle 10.2 vorstellt. Die Grüne Woche ist traditionell vielfältig, eine globale Marktübersicht der Nahrungs- und Genussmittel genau so wie eine Leistungsschau der Land- und Ernährungswirtschaft und des Gartenbaus. Das Rahmenprogramm umfasst mehr als 300 Symposien, Fachseminare, Kongresse und Diskussionsforen, in denen über agrarpolitische Themen informiert wird. Teil davon ist ein Schülerprogramm mit insgesamt 75 Veranstaltungen, deren Themen von Ausbildung und Berufsfindung über Gesundheit und Ernährung bis zu Landwirtschaft und Natur reichen.
„Nur auf der IGW kommt der Produzent von Nahrungsmitteln in direkten Kontakt zu den Konsumenten.“
Lars Jäger, Messe Berlin
"Nur auf der Grünen Woche kommt der Produzent von Nahrungsmitteln in direkten Kontakt zu den Konsumenten, den Entscheidungsträgern an der Ladentheke", erläutert Lars Jäger, Projektleiter der Messe Berlin, das Konzept der Mischung aus Fach- und Privatbesuchern. Anders als bei reinen Fachmessen werde dadurch ein anderes Erlebnis auch für Fachbesucher geschaffen.
IGW - Messe
(Bild: imago images / Joko)

Mehr zum Thema

Internationale Grüne Woche Messe macht „Lust aufs Land“

Mit dem Professional Center im Marshallhaus hat die Messe aber auch für Fachbesucher und Aussteller einen zentralen Ort innerhalb der IGW etabliert, der vor allem dem Einzelhandel und der Gastronomie einen exklusiven Zugang zu den Produkten und den Ausstellern ermöglichen soll.
IGW 2020 - Gemeinschaftsstand BVE - Lebensmittelverband
(Bild: BVE / BLL)

Mehr zum Thema

Internationale Grüne Woche Lebensmittelwirtschaft zeigt Trends

Inzwischen zum 12. Mal findet parallel zur Grünen Woche die Welternährungskonferenz das "Global Forum for Food and Agriculture" (GFFA) statt, sozusagen ein "Davos der Landwirtschaft". Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner begrüßt dazu in Berlin rund 70 Agrarminister aus aller Welt. Insgesamt werden vom 16. bis 18. Januar 2020 rund 2.000 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik über das Leitthema "Nahrung für alle! Handel für eine sichere, vielfältige und nachhaltige Ernährung" debattieren.
Grünewoche - Eingang
(Bild: Messe Berlin)

Mehr zum Thema

Internationale Grüne Woche ErlebnisBauernhof fokussiert Klimaschutz

Apropos debattieren: Die IGW ist auch eine Bühne für Kritiker. Seit 2011 finden unter dem Motto "Wir haben es satt!" regelmäßig Demonstrationen gegen die agrarindustrielle Massenproduktion und für eine Agrarwende statt. In diesem Jahr protestieren auch die Bauern gegen die Novellierung der Düngeverordnung.
Grünewoche 2017 - Erlebnisbauernhof Rinder
(Bild: Messe Berlin)

Mehr zum Thema

Internationale Grüne Woche Chance für sachlichen Dialog

Das könnte Sie auch interessieren
stats