Tierschutz: Dohrmann appelliert an Kollegen
Tierschutz

Dohrmann appelliert an Kollegen

DFV
Der Bremer Fleischermeister Herbert Dohrmann ist seit 2016 Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV).
Der Bremer Fleischermeister Herbert Dohrmann ist seit 2016 Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV).

FRANKFURT Die Schlagzeilen und Bilder zu jüngsten Aufnahmen der Soko Tierschutz aus dem Biberacher Schlachthof nimmt Präsident Herbert Dohrmann vom Deutschen Fleischer-Verband (DFV) erneut zum Anlass für einen eindringlichen Appell an seine Kolleginnen und Kollegen.

Auch wenn das Virusgeschehen und das Weihnachtsgeschäft derzeit alle Kräfte in den Metzgereien binden, sensibilisiert Herbert Dohrmann einmal mehr für das unteilbar wichtige Tierwohl, das es nicht aus den Augen zu verlieren gilt. Ein falscher Blick auf das Fleischerhandwerk müsse gemeinschaftlich verhindert werden. Dafür müssten die Meisterbetriebe einen respektvollen und tierschutzgerechten Umgang mit Schlachttieren unzweifelhaft sicherstellen. Etwas anderes akzeptiere die Öffentlichkeit nicht.

„Selbst geringe Verstöße oder auch nur der Anschein von respektlosem oder gar quälerischem Umgang mit Tieren werden heute gesellschaftlich in keinster Weise mehr geduldet“, so Dohrmann. Und so appelliert der Präsident an seine Kollegen: „Kümmern Sie sich auch in diesen anspruchsvollen Zeiten mit großer Aufmerksamkeit um die Fragen des Tierschutzes, sowohl bei der Haltung, vor allem aber bei der Schlachtung.“ Gleichzeitig rät er zu einer verstärkten Aufmerksamkeit im eigenen Betrieb, damit gegebenenfalls fremdinstallierte Kameras nicht unentdeckt bleiben.

Auch wenn im aktuellen Fall abzuwarten bleibt, was sich von den erhobenen Vorwürfen bestätigt und was vielleicht entkräftet werden kann, so existieren doch Bilder, die durch die Ausstrahlung im Fernsehen und in den sozialen Medien fatale Folgen für den betroffenen Betrieb und das gesamte Fleischerhandwerk haben.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 50/2020
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