Top 100 Auf Wachstum programmiert

Dienstag, 06. Oktober 2015
Foto: mm

Die zehn größten Unternehmensgruppen der Fleischwirtschaft setzten 2014 zusammen etwa 19,5 Mrd. Euro um. Das zeigt das Branchenranking, das afz und FleischWirtschaft zur Anuga vorlegen.

Russland-Embargo, Mindestlohn und Tierwohl – die Fleischwirtschaft hatte im vergangenen Jahr einige Herausforderungen zu meistern. Und das ging auch nicht spurlos an den Unternehmensbilanzen vorbei: Bei den Schweineschlachtern schlug insbesondere der Preisverfall für Schlachtvieh zu Buche, den das russische Importverbot nach sich zog. Trotz rekordverdächtiger Schlachtzahlen hielt sich das Plus in den Konzernbilanzen meist in Grenzen.



Die Konzentration in diesem Sektor bleibt unvermindert hoch, stagniert aber inzwischen. Genau wie im vorangegangenen Jahr vereinen die Top 10-Schweineschlachter knapp 77 Prozent der in Deutschland geschlachteten Tiere auf sich. Das sind gut 45 Mio. der insgesamt 58,7 Mio. Schweine, die im vergangenen Jahr hier an die Haken kamen. Etwa 57 Prozent davon wiederum gingen auf das Konto der großen Drei: Tönnies, Vion und Westfleisch.

Foto: afz-Grafik
Ein sattes Umsatzplus verbuchten 2014 einmal mehr die Geflügelschlachter. Ihre Produkte – insbesondere die vom Hähnchen – sind beim Verbraucher weiter „in“.

Die Hersteller von Fleischwaren und Wurst schnitten das Jahr 2014 mit unterschiedlichen Ergebnissen ab. Während die einen ein Plus von nicht selten über fünf Prozent meldeten, ging es bei den anderen in gleicher Größenordnung nach unten. Unter dem Strich legte die Gesamtbranche aber an Umsatz zu.

Feste Größen unter den Big Playern der Branche sind inzwischen die Fleischwerke des Handels. Hier hat Edeka die Nase vorn. Insgesamt 2,62 Mrd. Euro Umsatz tätigten die Blau-Gelben in den Fleisch-Unternehmen ihrer Regionalgesellschaften. Zum Vergleich: Branchenprimus Tönnies meldete für 2014 einen Konzernumsatz von 5,6 Mrd. Euro.

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