Vegetarische Produkte: Neuer Leitsatz gerät i...
Vegetarische Produkte

Neuer Leitsatz gerät ins Stocken

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Vegane Leberwurst
Vegane Leberwurst

BERLIN Der neue Leitsatz für Veggie-Produkte kommt nicht voran. Der Entwurf des temporären Fachausschusses für „vegetarische und vegane Lebensmittel“ wurde im Plenum der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) jetzt mit einer Gegenstimme abgeschmettert.

Das geht aus dem aktualisierten Sachstandsbericht des Bundesernährungsministeriums (BMEL) hervor. Gemäß der Geschäftsordnung der DLMBK ist ein einstimmiger Beschluss nötig. Nun soll im Plenum zeitnah erneut beraten und abgestimmt werden.

Die namentliche Anlehnung vegetarischer Produkte an die fleischhaltigen Originale ist nicht nur dem Fleischerhandwerk ein Dorn im Auge. Eine EU-Regelung zu diesem Thema ist – wenn überhaupt – nicht vor 2020 zu erwarten. Aufgrund der wachsenden Marktbedeutung dieser Produkte und nach verschiedenen Anträgen, unter anderem vom Deutschen Fleischer-Verband (DFV), hatte die Lebensmittelbuch-Kommission einen temporären Fachausschuss zu diesem Thema ins Leben gerufen. Sein Leitsatzentwurf war am 8. März abschließend beraten und verabschiedet worden.
Auch das Nachbarland Frankreich will die Verwendung von für Fleischwaren üblichen Bezeichnungen bei vegetarischen Produkten einschränken.

Solange es keine europäische Regelung für vegane und vegetarische Lebensmittel gibt, müssen sich Hersteller also auf unterschiedliche nationale Bezeichnungsregelungen für vegetarische und vegane Produkte einstellen. Darauf weist die Kanzlei KWG in Gummersbach hin. Dies könne bei der grenzüberschreitenden Vermarktung der Veggie-Produkte, im Online-Handel etwa, zu erheblichen Kennzeichnungsschwierigkeiten führen.
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