Viele Chancen stehen noch offen

Dienstag, 02. September 2014
Foto: DFV

Das Ausbildungsjahr hat begonnen, aber im Fleischerhandwerk sind längst nicht alle Lehrstellen besetzt. Die Entwicklung ist nicht neu, gewinnt aber zunehmend an Dramatik.

Nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit waren im August von etwa 9.500 im Lauf des Jahres gemeldeten Ausbildungsplätzen für den gesamten Fleischbereich noch circa 4.800 unbesetzt. Genaue Daten für den handwerklichen Sektor fehlen.

Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) in Frankfurt am Main geht aber durchaus von einem höheren Ausbildungspotenzial aus.

Schätzungsweise könnten doppelt so viele junge Leute eine Ausbildung zum Fleischer oder zur Fachverkäuferin genießen als es jetzt der Fall ist.

Gleichzeitig sind noch etwa 300 Bewerber am Markt, die bislang keine passende Ausbildungsstelle in der Fleischwirtschaft gefunden haben. Liegt das auch an einem wachsenden Ausbildungsverdruss der Unternehmer? „Das wäre kurzsichtig“, ist sich DFV-Vizepräsident Michael Durst sicher. Denn wer aufhört, junge Leute auszubilden, grabe dem eigenen Betrieb das Wasser ab.

Nicht nur an der Verkaufsfront konkurrieren die Metzger heute mit den Angeboten der Supermärkte. Handelsketten wie Edeka und Rewe bieten vielfältige Karriereprogramme, an denen sich die Chancen in der Fleischerei messen lassen müssen.

Das aktuelle „trendence Schülerbarometer 2014“ identifiziert Edeka und Aldi Süd als die Nummer fünf der beliebtesten Arbeitgeber unter branchenaffinen Schülern. Damit haben beide einige Plätze gut gemacht und stehen nun direkt hinter großen Namen wie BMW, Porsche oder Audi.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar „Chancen unterstreichen“ von Sandra Sieler, stellvertretende Chefredakteurin der afz-allgemeine fleischer zeitung.

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