Werksschließung Teutoburger Wurstfabrik macht dicht

Dienstag, 03. September 2019

Die fehlende Wettbewerbsfähigkeit am Standort und ein unbefriedigendes Betriebsergebnis sind die wesenltichen Gründe für die Schließung der Teutoburger Wurstfabrik in Bad Iburg. Am vergangenen Freitag wurden die Mitarbeiter informiert.
Am 31. August hat die Teutoburger Wurstfabrik ihre Produktion eingestellt. Darüber berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Zuletzt hatte wohl der hohe Preis für das Rohmaterial Schweinefleisch die Kalkulation des Herstellers von Rohwurst und -schinken aus den Fugen gebracht. Eine kostendeckende Produktion sei nicht mehr möglich, erklärte Gesellschafter Heinrich Böggemann der NOZ zufolge in der Betriebsversammlung am Freitagnachmittag.

Vor gut sechs Jahren war Wolfgang Kühnl als Mehrheitsgesellschafter in die Wurstfabrik eingestiegen. Er gehört zur Inhaberfamilie der H. Kemper GmbH in Nortrup, spezialisiert auf Brüh- und Rohwurstspezialitäten. Die Veräußerung von Firmenanteilen sollte Geld in die Kasse spülen und Investitionen ermöglichen.

Betroffen von der Schließung in Bad Iburg am Rande des Teutoburger Waldes sind rund 50 Mitarbeiter. Einem Großteil habe man eine Weiterbeschäftigung in Nortrup angeboten. Für die Gewerkschaft NGG ist die Verlagerung der Arbeitsplätze in den rund 70 km entfernten Betrieb laut NOZ allerdings keine Lösung. Nun starteten Anfang dieser Woche Verhandlungen über einen Sozialplan. Möglichst will man ohne Kündigungen auskommen.

Am Montag berichtete ebenfalls die NOZ über ein mögliches Interesse der Rügenwalder Mühle an dem Produktionsstandort in Bad Iburg. Eine Bestätigung seitens der Unternehmens hierzu gab es jedoch nicht.
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