Wilke Entsorgungsaktion läuft

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Nach der Schließung des Produktionsbetriebs von Wilke in Twistetal haben die Behörden jetzt mit der Entsorgung der Restbestände begonnen. Es geht um eine Menge von etwa 300 Tonnen Fleischwaren.
Der Betrieb im nordhessischen Twistetal war am 1. Oktober behördlich geschlossen worden, nachdem er als Quelle für einen Listerioseausbruch mit inzwischen drei Toten identifiziert worden war. Es folgte ein Rückruf nahezu aller im Handel befindlichen Produkte aus

Die behördliche Schließung war nur die Spitze des Eisbergs, wie sich inzwischen heraustellte. Offenbar bestanden die Probleme in dem Betrieb schon seit Monaten.

Mehr zum Thema

Wilke Skandal mit Ansage

Die Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG hat inzwischen Insolvenz angemeldet. Ein Eilantrag des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Mario Nawroth gegen die Schließung des Betriebs hatte keinen Erfolg.

Zum Zeitpunkt der Schließung lagerten nach Angaben des Landratsamts noch etwa 300 Tonnen Fleischwaren in den Kühlräumen des Unternehmens. Um ein Verderben zu verhindern, habe sich der Kreis zunächst dafür eingesetzt, dass der Stromversorger den Strom vorerst nicht kappt. Gleichzeitig suchte man nach einem Weg der schnellen und ordnungsgemäßen Beseitung der belasteten Waren. „Nachdem der Insolvenzverwalter uns mitgeteilt hatte, dass keine liquiden Mittel für die Entsorgung vorhanden sind, ist der Landkreis im Rahmen einer so genannten Ersatzvornahme eingesprungen und hat sich darum gekümmert“, berichtet Landrat Dr. Reinhard Kubat.

Wie lange es dauert, restlos alle Produkte ordnungsgemäß zu beseitigen, scheint offen. Erst dann können auch die Kühlanlagen abgeschaltet werden. Der Landkreis geht davon aus, dass Strom und Entsorgung die Kreiskasse rund 100.000 Euro kosten werden.
Das könnte Sie auch interessieren
stats