Brandenburg: Erste Hausschweine von ASP betro...
Brandenburg

Erste Hausschweine von ASP betroffen

IMAGO / Marius Schwarz
Nun ist es soweit: Die ASP hat die deutschen Hausschweine-Bestände erreicht.
Nun ist es soweit: Die ASP hat die deutschen Hausschweine-Bestände erreicht.

POTSDAM Erstmals in Brandenburg - und damit bundesweit – wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Hausschweinbeständen festgestellt. Beide Bestände wurden sofort durch die zuständigen Veterinärämter gesperrt und die Tiere getötet.

Wie das Verbraucherministerium in Brandenburg in der Nacht zum Freitag mitteilt, handelt sich jeweils um Bestände in den Landkreisen Spree-Neiße und Märkisch Oderland in Brandenburg. Das Virus wurde zunächst vom Landeslabor Berlin-Brandenburg nachgewiesen. Am Donnerstagabend hat das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), den Verdacht auf ASP bestätigt.


In dem Betrieb im Landkreis Spree-Neiße wurde das Virus bei einem verendeten Tier im Rahmen des ASP-Monitorings nachgewiesen. Auf Anordnung des zuständigen Veterinäramts werden die 200 Tiere des Bestands getötet und unschädlich beseitigt. Bei dem Fall im Landkreis Märkisch Oderland handelt es sich um eine Kleinsthaltung mit zwei Tieren.

„Seit einem knappen Jahr kämpfen wir gegen einen enormen Seuchendruck aus Polen, der feste Zaun entlang Oder und Neiße ist geschlossen, wir haben inzwischen sechs Kerngebiete in Brandenburg, in denen wir durch systematische Fallwildsuche und Entnahme die ASP eindämmen. Dass wir nun auch die ersten Fälle in Hausschweinbeständen haben, bedauere ich sehr, leider war das aber auch nicht völlig auszuschließen. An alle schweinehaltenden Betriebe möchte ich deshalb appellieren, die strengen Biosicherheitsmaßnahmen strikt weiter einzuhalten“, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen).
In Brandenburg wurde bislang bei insgesamt 1.267 Wildschweinen die ASP festgestellt. Hausschweine waren bisher nicht betroffen. In Sachsen sind aktuell 299 ASP-Fälle bei Wildschweinen bestätigt. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich.

Dieser Text erschien zuerst auf dem fleischwirtschaft.de-Schwesterportal www.agrarzeitung.de.

Quelle: agrarzeitung.de, fleischwirtschaft.de / dfv Mediengruppe
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