Afrikanische Schweinepest: Kette von Ausbrüch...
IMAGO / Oliver Willikonsky
Die Afrikanische Schweinepest springt in Polen immer wieder von Wildschweinen auf Hausschweine über.
Die Afrikanische Schweinepest springt in Polen immer wieder von Wildschweinen auf Hausschweine über.

WARSCHAU Innerhalb weniger Tage ist die Seuche in mehreren polnischen Beständen ausgebrochen. Landwirte protestieren gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung.

Nachdem es in Polen in der ersten Hälfte des Jahres noch relativ ruhig um die Afrikanische Schweinepest (ASP) war, reißen nun die Meldungen über erneute Ausbrüche der Tierseuche in Nutztierbeständen nicht ab. Im Lauf weniger Tage wurden von der Obersten Veterinärbehörde mehrerer neuer ASP-Fälle in Agrarbetrieben bestätigt. Der jüngste betraf einen kleineren Betrieb mit 39 Schweinen im Vorkarpatenland. Ein zweiter dringender Verdachtsfall in der Nähe wurde bislang noch nicht bestätigt. Der Seuchenfund in der Wojewodschaft im Süden des Landes ist der erste seit 2019; allerdings wurden hier seit Jahresbeginn mehr als 100 infizierte Wildschweine gefunden.
 
Kurz vor dem aktuellen ASP-Fall hatte es mehrere Ausbrüche in den Provinzen Łodz, Großpolen und Lublin in der Landesmitte gegeben. Dabei hatte es sich meist um Kleinbetriebe oder solche mit wenig mehr als 100 Schweinen gehandelt. Dennoch stoßen die Behörden und Vollzugsorgane auf Probleme bei den Seuchenschutzmaßnahmen. Diese resultieren nicht zuletzt aus Blockaden von Landwirten und der Bauernbewegung AGROunia. Diese protestieren vor allen gegen die amtlich verfügte Keulung aller Hausschweine im Umkreis von 1 km um bestätigte Seuchenherde. Wegen der Besetzungen und Straßensperren haben Behörden in der Region die Tötung der gesunden Bestände zeitweise ausgesetzt. Sie wollen aber aus Präventionsgründen grundsätzlich daran festhalten.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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