Afrikanische Schweinepest: Weitere Fälle in p...
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Die Ausbreitung der ASP in Polen könnte dazu führen, dass weniger Ferkel aus Dänemark importiert werden.
Die Ausbreitung der ASP in Polen könnte dazu führen, dass weniger Ferkel aus Dänemark importiert werden.

WARSCHAU In drei Beständen wurde das Virus nachgewiesen. Dieses Mal ist auch ein größerer Betrieb betroffen. Dänemark sorgt sich um den Ferkelabsatz.

Polen kommt in puncto Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht zur Ruhe. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte vor Kurzem neue Ausbrüche der hochansteckenden Tierseuche in drei weiteren Landwirtschaftsbetrieben. Die Infektionsherde lagen mit Fällen im Karpatenvorland, Podlachien sowie der Wojewodschaft Ermland-Masuren allerdings räumlich weit auseinander. Insgesamt haben die Behörden nun seit Jahresanfang elf ASP-Herde in Schweinehaltungen verzeichnet.


Die aktuellen Fälle betreffen im Karpatenvorland und Podlachien kleinere Betriebe mit jeweils 27 und 54 Schweinen. In Ermland-Masuren ist die Krankheit laut den offiziellen Angaben jedoch in einem Großbetrieb mit insgesamt 976 Tieren aufgetreten. Auf allen drei Betrieben soll es sich um Primärinfektionen handeln. Demnach konnte eine Einschleppung des Virus aus anderen Beständen ausgeschlossen werden. Entsprechend den seuchenrechtlichen Vorgaben wurden in sämtlichen Fällen die Keulung veranlasst und die üblichen Quarantänegebiete ausgewiesen.
Die seit einigen Wochen anhaltende Serie von ASP-Fällen in polnischen Betrieben sorgt auch in der exportorientierten dänischen Schweinebranche für Verunsicherung. Medienberichten zufolge befürchten dänische Lieferanten nun einen Einbruch der Nachfrage aus Polen, da viele Schweinehalter in dortigen Risikogebieten ihre Bestände zügig verkaufen, aber in vielen Fällen nur sehr zögerlich wieder einstallen. Der Poolpreis der dänischen Ferkelnotierung hatte vor diesem Hintergrund in den letzten vier Wochen bis zum vergangenen Freitag schon um umgerechnet etwa 17,50 Euro auf 49,10 Euro pro Stück nachgegeben.

Sachsen kämpft gegen Wildschweine

Unterdessen zeigte sich Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther hochbesorgt über die Ausbreitung der ASP im Freistaat. „Es werden immer mehr erkrankte Tiere in Ostsachsen registriert“, berichtete gestern der Agrarressortchef. Die Eindämmung der ASP sei ein gemeinsames Ziel der gesamten Staatsregierung, weshalb seit Monaten das zuständige Sozialministerium und andere Beteiligte intensiv bei der Seuchenbekämpfung unterstützt würden. Um das weitere Eindringen und die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, setze die Staatsregierung auf einen Dreiklang aus Zaunbau, Entnahme und Jagd, so Günther. Seit dem ersten Ausbruch der ASP Ende Oktober 2020 hat es in Sachsen mehr als 270 Virusnachweise bei Wildschweinen gegeben.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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