afz am Dienstagmorgen Fünf Dinge, die Sie heute wissen sollten

Dienstag, 19. Januar 2016
iskutierten über das Menschenwohl in der Fleischbranche (von links): NGG-Chefin Michaela Rosenberger, FleischWirtschaft-Chefredakteurin Renate Kühlcke, ANG-Geschäftsführerin Valerie Holsboer und Westfleisch-Vorstand Christian Leding.
Foto: Felix Holland
iskutierten über das Menschenwohl in der Fleischbranche (von links): NGG-Chefin Michaela Rosenberger, FleischWirtschaft-Chefredakteurin Renate Kühlcke, ANG-Geschäftsführerin Valerie Holsboer und Westfleisch-Vorstand Christian Leding.

Guten Morgen aus Frankfurt am Main! Zur Grünen Woche streiten auf den Straßen der Hauptstadt Bürger und Branchenvertreter um den richtigen Weg der Landwirtschaft. Das Frische Forum Fleisch rückte neben dem Tierwohl das Menschenwohl in den Fokus. Das und mehr lesen Sie hier.
1. Glaubenskrieg um Tierhaltung und Landwirtschaft
In Berlin sind am Wochenende aus Anlass der Grünen Woche zahlreiche Demonstranten auf die Straße gegangen: entweder für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft oder für eine moderne Landwirtschaft. Während sich die eine Gruppe gegen die Agrarindustrie positioniert, sind die anderen gegen Skandalisierung und Stigmatisierung einer ganzen Branche.

2. Erfolgreiches Volksbegehren
Das „Volksbegehren gegen Massentierhaltung“ in Brandenburg ist mit Erfolg zu Ende gegangen. Jetzt muss sich der Landtag binnen zwei Monaten erneut mit den Forderungen des Volksbegehrens beschäftigen. Hierzu gehört, in Brandenburg nur noch die „artgerechte Tierhaltung“ mit öffentlichen Mitteln zu fördern, das Kupieren von Schwänzen und Schnäbeln zu verbieten sowie ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen einzuführen. Mehr zum Thema bringt die morgige afz 3/2016.

3. Kollegen liefern Ideen
Das richtige Konzept für den eigenen Standort gibt es nicht in der Schublade. Zu unterschiedlich sind dafür die verschiedenen Lagen von Geschäften und ihre Kundenstruktur. Was sich bei einem Kollegen gut verkauft, muss andernorts noch lange nicht funktionieren. Aber: Vielerorts ist es höchste Zeit, den Verkauf professionell und neu auszurichten. Zur Anregung schauen sich 69 Prozent der afz-Barometer-Teilnehmer Frischetheken im Handel an, berichtet die afz 3/2016.

4. Menschenwohl darf nichts kosten
Das 31. Frische Forum Fleisch von afz und FleischWirtschaft in Berlin offenbarte, dass Lohnstandards im Fleischsektor umstritten bleiben. In Deutschland werde sehr viel über Tierwohl diskutiert. Die Verbraucher seien bereit, für diese Qualitäten auch mehr Geld auszugeben - so der Tenor der Veranstaltung. Die vielfach angeprangerten und in der Branche üblichen Werkverträge fallen beim Bürger ebenfalls durch. Hier steuerte die Fleischindustrie gegen und verpflichtete sich zur Einhaltung höherer Sozialstandards. Dafür erhalte Westfleisch allerdings keinerlei Bonus von seinen Kunden, stellte Westfleisch-Vorstand Christian Leding klar. Gerd Abeln, Sandra Sieler und Jörg Schiffeler berichten und kommentieren in der afz.

5. Geringer Preisanstieg
Im Jahresdurchschnitt 2015 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2014 um 0,3 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Jahresteuerungsrate somit seit 2011 rückläufig (2011: + 2,1 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt erhöhten sich 2015 um 0,8 Prozent gegenüber 2014 und wirkten im Jahresdurchschnitt im Gegensatz zur Energie preistreibend. Im Einzelnen gab es gegenläufige Preisentwicklungen: Deutlich teurer waren insbesondere Obst (+ 5,0 Prozent) und Gemüse (+ 5,3 Prozent). Günstiger wurden vor allem Molkereiprodukte und Eier (− 4,3 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle (− 4,8 Prozent). Die Preise für Fleisch und Fleischwaren gaben durchschnittlich um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach.

Am Abend noch mehr Nachrichten

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