afz am Freitagmorgen Fünf Dinge, die Sie heute wissen sollten

Freitag, 15. Januar 2016
Foto: Messe Berlin

Guten Morgen aus Frankfurt am Main! Der Preis für Tierwohl und die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für Lebensmittel sowie der neue Fleischatlas sind die beherrschenden Themen der Woche. Das und mehr lesen Sie hier:


1. Große Ställe auf dem Vormarsch

Der Fleischatlas 2016 von Heinrich-Böll-Stiftung und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) offenbart, dass sich die Produktion von Fleisch auf immer weniger Betriebe konzentriert, zugleich setzt sich das Höfesterben ungebremst fort. Den neuen Fleischatlas „Deutschland Regional“ gibt es zum Download auf der Webseite der Böll-Stiftung.

2. Artgerecht darf's teurer sein
Für artgerechte Tierhaltung würden Kunden tiefer in die Börse greifen. Das teilte der Bundesverband Verbraucherzentrale (vzbv) auf Basis der Ergebnisse einer neuen Studie mit. „Tierschutz darf kein leeres Versprechen sein. Er hat seinen Preis und die Verbraucher sind bereit, ihn zu zahlen“, sagte Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Wir meinen, die Bundesbürger sind tatsächlich für mehr Tierwohl. Aber wie fällt die Entscheidung, wenn es an der Bedientheke oder im SB-Regal zum Schwur kommt? Was der Verbraucher will und wie er tatsächlich handelt, wird wohl ein Mysterium bleiben. Generell nimmt das Bewusstsein für einen verantwortlichen Konsum zu. Das wiederum spielt auch den Betrieben des Fleischerhandwerks in die Hände.

3. Grüne Woche öffnet
Die Berliner Grüne Woche feiert in diesem Jahr Jubiläum. Zur 81. Veranstaltung im 90. Jahr seit Gründung bietet sie eine große Erlebniswelt. Vom 15. bis 24. Januar 2016 präsentieren mehr als 1.600 Aussteller eine globale Marktübersicht der Nahrungs- und Genussmittel sowie eine Leistungsschau der Landwirtschaft und des Gartenbaus. Der ErlebnisBauernhof zeigt anschaulich, wie moderne Landwirtschaft im Stall und auf dem Acker funktioniert.

4. Satt haben oder satt machen?
Unter diesen Parolen treten am Wochenende in der Bundeshauptstadt Gegner und Befürworter der industriellen Landwirtschaft & Lebensmittelproduktion zum Protest auf die Straßen. Weitere Infos:
- Wir haben es satt
- Wir machen euch satt

5. Mehr Transparenz bei Lebensmitteln
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt fordert in der Rheinischen Post, die Verbraucher müssten vor Irreführung und Täuschung geschützt werden. Das sei beispielsweise dann der Fall, wenn in der Geflügelsalami mehr Fleisch vom Schwein als vom Geflügel verarbeitet werde. Hintergrund ist die bevorstehende Bundestagsdebatte zur Reform der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission. Zum Artikel.

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