Alternative Proteine: Rügenwalder verdoppelt ...
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Erntereifes Sojafeld.
Erntereifes Sojafeld.

BAD ZWISCHENAHN Das Pilotprojekt „Soja made in Germany“ der Rügenwalder Mühle ist in diesem Jahr in die zweite Runde gegangen.

Wie der niedersächsische Lebensmittelhersteller mitteilte, wurde im Mai erneut Soja auf Feldern in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ausgesät. Dabei seien aufgrund der guten Erfahrungen im Vorjahr die Anbauflächen von 25 ha auf 50 ha verdoppelt worden. Die erste Ernte 2020 hatte 137 t Sojabohnen eingebracht. Diese werden derzeit veredelt, bevor der Rohstoff in Kürze in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ausgiebig für die Verwendung in den vegetarischen oder veganen Produkten der Rügenwalder Mühle getestet wird.

„Beste Zutaten so regional wie möglich zu beschaffen und unsere Produkte so nachhaltig wie möglich herzustellen, ist uns sehr wichtig“, hob der Geschäftsführer des Markenartiklers, Michael Hähnel, hervor. Der heimische Sojaanbau ermögliche die Nähe zu Lieferanten und Erzeugern. Dies sei auch für die Umwelt von großem Vorteil, denn kürzere Transportwege sparten CO2-Emissionen und verbesserten die Nachhaltigkeit der Produkte. Rund die Hälfte des verarbeiteten Sojas bezieht das Unternehmen nach eigenen Angaben schon seit einiger Zeit aus Südosteuropa.
Neben dieser Eiweißpflanze nutzt der Lebensmittelhersteller weitere pflanzliche Rohstoffe europäischen Ursprungs. So stammen die Erbsen ausschließlich aus Frankreich und der Weizen aus der Europäischen Union. Um künftig noch mehr Zutaten regional beschaffen zu können, arbeitet dem Unternehmen zufolge das eigene Forschungs- und Entwicklungsteam an Rezepturen mit weiteren vielversprechenden heimischen Proteinquellen wie Ackerbohnen, Kartoffeln oder Lupinen.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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