Corona-Pandemie: Oktoberfest fällt erneut aus
Corona-Pandemie

Oktoberfest fällt erneut aus

Maria Elisabeth Dick
Die Plakate für das Oktoberfest 2021 waren schon gedruckt.
Die Plakate für das Oktoberfest 2021 waren schon gedruckt.

MÜNCHEN Das größte Volksfest der Welt wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Wegen der nach wie vor angespannten Corona-Lage sagten die Verantwortlichen die Großveranstaltung ab. Einen Ersatz in Dubai wird es nichtgeben.

Wie schon im vergangenen Jahr wird das Oktoberfest auch in diesem Herbst nicht in München stattfinden. In einer gemeinsamen Pressekonferenz gaben heute Nachmittag Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Entscheidung bekannt.

Das Aus kam nicht überraschend, denn die Politiker hatten die Hoffnungen auf ein Volksfest bereits seit Wochen gedämpft. Auch andere große Volksfeste im Freistaat wie das Gäubodenfest in Straubing, das Gillamoos-Volksfest in Abensberg und das Herbstfest in Rosenheim sollen abgesagt werden. Statt der Großveranstaltungen sind kleinere Veranstaltungen geplant, wie die „Wirtshaus-Wiesn“, die im vergangenen Jahr in München organisiert wurden.

Die Absage hat bei den betroffenen Schaustellern und Gastronomen für Enttäuschung gesorgt. Brauereien und die Fleischbranche hatten im Vergangenen Jahr über empfindliche Einbußen geklagt, weil umsatzstarke Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie ausfielen.
Corona, Krieg und Cholera
In der mehr als 200-jährigen Geschichte des Volksfestes fällt das Oktoberfest nun zum 25. Mal aus. Meist waren Kriege die Ursache. 2011 wurden die Wiesn nach den Terroranschlägen am 11. September abgesagt. Im 19 Jahrhundert konnte das Fest zweimal wegen Cholera-Epidemien nicht stattfinden.

Plänen, ein Oktoberfest in Dubai am Persischen Golf zu veranstalten, erteilte die Stadt München eine Absage. Das Europäische Amt für geistiges Eigentum EUIPO hatte kürzlich mitgeteilt, dass der Begriff „Oktoberfest" als Marke geschützt sei. Wer ein Oktoberfest veranstalten möchte, muss sich bei der Stadt München um eine Lizenz bemühen. So soll der Missbrauch der Marke Oktoberfest verhindert werden.

Quelle: fleischwirtschaft.de
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