Coronavirus: Tyson Foods impft selbst
Imago / Martin Wagner, Imago / Martin Wagner
Tyson Foods impft seine Beschäftigten gegen Corona.
Tyson Foods impft seine Beschäftigten gegen Corona.

SPRINGDALE Der börsennotierte Fleischhersteller Tyson Foods hat in den USA mit Schutzimpfungen seiner Mitarbeiter gegen Covid-19 begonnen.

Wie das Unternehmen mitteilte, wurden Anfang März bereits 1.300 Arbeiter im Schweineschlachthof in Waterloo im US-Bundesstaat Iowa geimpft. Vergangene Woche wurde den Belegschaften in Werken der Bundesstaaten in Arkansas, Kansas und North Carolina die kostenlose Vakzinierung gegen Covid-19 möglich gemacht. Allein in den zwei Betrieben in Arkansas hatten 24.000 Mitarbeiter die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.

Die Impfstoffe werden in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdienstleister Matrix Medical und den örtlichen Gesundheitsbehörden bereitgestellt und verabreicht. „Wir freuen uns, unseren Teammitgliedern einen bequemen Zugang zum Impfstoff zu bieten und begrüßen, dass die verantwortlichen Politiker die wesentliche Rolle der Mitarbeiter bei der Ernährung der Welt anerkennen“, erklärte der verantwortliche Tyson-Manager für Gesundheit und Sicherheit, Tom Brower.

In Vorbereitung auf die Impfungen habe das Unternehmen den Teammitgliedern Informationen zum Impfstoff in mehreren Sprachen zur Verfügung gestellt und eine Expertenhotline für Fragen eingerichtet. Seit dem Frühjahr 2020, als es zu ersten Corona-Fällen in Schlachthöfen kam, hat Tyson Foods nach eigenen Angaben mehrere hundert Mio. Dollar in den Schutz der Mitarbeiter vor Covid-19 investiert. Dazu zählten unter anderem der Umbau von Einrichtungen, begehbare Temperaturscanner oder die Corona-Tests.

In Deutschland gehören laut Bundesregierung Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, darunter die Ernährungswirtschaft, zur Impfgruppe 3 mit erhöhter Priorität. Angesichts des Mangels an Vakzinen lassen die Impfungen allerdings auf sich warten.

Unterdessen ist es im Rinderschlachthof der Vion Food Group im bayerischen Buchloe vergangene Woche zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Dort wurden 83 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet; fast 100 Kontaktpersonen mussten in Quarantäne. Ein Großteil der Infizierten sei im Bereich der Schlachtung tätig und diese sei vorerst bis zum Wochenende ausgesetzt worden, teilte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Presse mit.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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