Cultured Meat: Aleph Farms findet neue Invest...
Cultured Meat

Aleph Farms findet neue Investoren

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Durch ein patentiertes Verfahren will das Unternehmen ein Produkt herstellen, dass herkömmlichen Fleisch ähnelt.
Durch ein patentiertes Verfahren will das Unternehmen ein Produkt herstellen, dass herkömmlichen Fleisch ähnelt.

REHOVOT Das israelische Unternehmen kann weiter investieren. Zu den Geldgebern gehören bekannte Unternehmen der Fleisch- und Agrarbranche.

Aleph Farms hat den Abschluss in einer Finanzierungsrunde der Serie B über 105 Mio. US-Dollar eingesammelt. Das israelische Unternehmen will Steaks direkt aus Tierzellen produzieren. Die Finanzierungsrunde wurde vom Growth Fund von L Catterton (USA/Frankreich), einer verbraucherorientierten Private-Equity-Gesellschaft, und DisruptAD (Abu Dhabi), einer der größten Venture-Plattformen im Nahen Osten, angeführt. Daran nahmen auch Skyviews Life Science (Biotechnologie, Großbritannien) sowie ein Konsortium führender globaler Lebensmittel- und Fleischunternehmen teil, darunter Thai Union (Fisch, Thailand), BRF (Fleisch, Brasilien) und CJ CheilJedang (Lebensmittel/Korea). Darüber hinaus beteiligten sich bestehende Investoren, darunter VisVires New Protein, Strauss Group (Lebensmittel, Israel), Cargill (Agrarhandel/Futtermittel, USA), Peregrine Ventures (Risikokapital, Israel) und CPT Capital (Risikokapital, Großbritannien) an der Finanzierungsrunde.


Das Unternehmen werde die Mittel verwenden, um seine Pläne für die im kommenden Jahr geplante globale Markteinführung von kultivierten Rindersteaks und eine Portfolioerweiterung umzusetzen, teilte Aleph-Farns mit. Zu den kurzfristigen Projekten zählen die Aufstockung der Produktion, das internationale Wachstum der Aktivitäten und die Erweiterung seiner Produktlinien. Das Unternehmen arbeitet derzeit mit Aufsichtsbehörden an seinen Plänen für den Markteintritt.

Zu den Investoren gehört auch die DisruptAD, eine Holding des Emirats Abu Dhabi. Der Golfstaat will so seine Nahrungsmittelproduktion sichern und hofft außerdem auf den Bau einer Produktionsstätte, um die Produkte in der Golfregion zu verbreiten. „Wir freuen uns sehr, unsere Beziehungen zu bestehenden Partnern auszubauen und begrüßen ausgewählte neue Investoren in dieser Finanzierungsrunde“, sagte Didier Toubia, Mitbegründer und CEO von Aleph Farms. Für DisruptAD ist Aleph Farms das erste Investment in Israel.  „Die Partnerschaft mit Aleph Farms untermauert unseren langfristigen Wunsch, den Weg für Technologiepioniere und Veränderungsführer zu beschleunigen, die Technologien von morgen entwickeln“, erklärte Mansour AlMulla, ein Sprecher der Gesellschaft.

Aleph Farms hatte zu Beginn des Jahres erste Produkte vorgestellt, die mit einer 3D-Bioprinting-Technologie hergestellt werden. Ziel ist es dabei, die Textur und die Eigenschaften eines echten Steaks zu erzeugen. Durch ein patentiertes System gelinge es, ähnlich wie bei Blutgefäßen durch das dickere Gewebe Nährstoffe fließen zu lassen. Fraglich ist, wie die Verbraucher auf das Cultured Meat reagieren. Eine Umfrage unter 15- bis 29-jährigen Deutschen zeigte, dass nur ein Drittel diese Produkte essen würde. 37,2 Prozent gaben an, kultiviertes Fleisch eklig zu finden.

Quelle: fleischwirtschaft.de; Aleph Farms

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