Danish Crown: Entlassungen in Boizenburg
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In Boizenburg sollen 100 der 360 Mitarbeiter entlassen werden.
In Boizenburg sollen 100 der 360 Mitarbeiter entlassen werden.

BOIZENBURG Die durch die ASP bedingten Exportbeschränkungen für deutsches Schweinefleisch treffen den norddeutschen Betrieb von Danish Crown im Landkreis Ludwigslust-Parchim hart. Fehlende Aufträge sorgen für einen Personalabbau.

Schlechte Nachrichten für den zu Danish Crown (DC) gehörenden Verarbeitungsstandort in der westlichsten Stadt des Bundeslands Mecklenburg-Vorpommern. Der dänische Schlachtriese kündigte heute an, dass die in Boizenburg rund 60 Kilometer östlich von Hamburg gelegene Entbeinungsanlage deutlich verkleinert wird. Konkret soll eine von zwei Schichten wegfallen, was für insgesamt 100 Mitarbeiter die Entlassung bedeutet. Die Niederlassung in Boizenburg entbeint seit 2002 Schlachtschweine für den Export. Während die Produktion ursprünglich maßgeblich für den russischen Markt bestimmt war, konnten die Lieferungen nach Angaben von Danish Crown nach 2013 erfolgreich auf Japan umgestellt werden. Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland sei dieser Absatzweg jedoch versperrt, da die aus Dänemark stammenden und in Mecklenburg-Vorpommern verarbeiteten Tiere international als deutsche Herkünfte gelten würden.

Wie der Produktionsleiter der DC-Schweinesparte, Per Laursen, erläuterte, war der Konzern in den vergangenen sechs Monaten gezwungen, die Boizenburger Produktion mangels anderer Alternativen zu unbefriedigenden Preisen auf dem europäischen Markt abzusetzen. Es sei jedoch aus ökonomischer Perspektive nicht sinnvoll die Erzeugung in Boizenburg ohne Aussicht auf baldige Öffnung der Exportmärkte in bisherigem Umfang fortzuführen.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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