Digital Talk: Das Snackgeschäft boomt
Digital Talk

Das Snackgeschäft boomt

Screenhot: www.dfvcg-stream.de
Max Häfele
Max Häfele

FRANKFURT Auch im Snackbereich punkten Bäcker und Metzger mit handwerklicher Herstellung und ehrlichen Zutaten. Das erlaubt den Meistern zugleich eine selbstbewusste Preissetzung, wie der Snack-Talk der dfv Mediengruppe deutlich machte.

In den letzten zwölf Monaten haben die fleischerhandwerklichen Anbieter ihr Geschäft mit Snacks noch weiter ausbauen können. Das belegt das Snack-Barometer, das die afz – allgemeine fleischer zeitung und die ABZ - Allgemeine BäckerZeitung gemeinsam aufgelegt haben. Die repräsentative Studie untersuchte sowohl B2B den Geschäftsverlauf bei Bäckern und Metzgern als auch B2C das Konsumentenverhalten während der Corona-Krise.
 
Thomas Meyer von der Business Target Group (BTG) stellte im Digital Talk von afz und ABZ die wichtigsten Ergebnisse vor. Eine wichtige Erkenntnis: Das Angebot der kleinen Happen trägt spürbar zur Neukundengewinnung, aber auch zur Kundenbindung bei. Als größten Erfolgsfaktor sehen die handwerklichen Anbieter eine ansprechende Präsentation, aber auch die aktive Ansprache durch das Verkaufspersonal.
Potenzial machte Meyer allerdings beim Marketing aus, welches den Ergebnissen des Snack-Barometers zufolge oft noch sträflich vernachlässigt wird. Dabei sieht der Marktforscher hier gute Chancen vor allem in den sozialen Netzwerken. Gerade in der Pandemie-Zeit, in der das Einkaufserlebnis durch Zugangsbeschränkungen, zusätzliche Hygienemaßnahmen und Maskenpflicht stark leidet, können Stories auf Facebook oder Instagram helfen, das Erlebnis wieder nach außen zu tragen. „Der Return aufs Invest ist dabei auch schnell gegeben. Das lohnt sich“, ermutigte Meyer die Zuschauer des Snack Talks, moderiert von Sybille Roemer aus der afz-Redaktion und Lynn Esenwein aus der ABZ-Redaktion.

Ihre Erfahrungen aus der Praxis steuerten Max Häfele von der Metzgerei Häfele und dem ESszimmer in Esslingen sowie Georg Krimphove, „Der gute Bäcker“ aus Münster bei. Dabei zeugte sich Krimphove überzeugt: „Regional schlägt bio.“ Seine Bäckerei arbeite mit einem Metzger aus dem Umkreis zusammen, der selbst schlachtet und alle seine Waren selbst produziert. Dabei kämen die Tiere mindestens aus einer Haltungsform Stufe 3, also Offenstallhaltung. Eine weitere Kooperation nimmt der Münsteraner bald für Milch, Sahne sowie Obst auf. Krimphove: „Wir wollen uns einfach unverwechselbar machen.“

Für Max Häfele sind die Markthallen seiner Familie „gelebte Partnerschaft“. Morgens werde beim Bäcker gefrühstückt, dann der Mittagstisch beim Metzger genossen und nach dem Shoppen noch mal Kaffee und Kuchen beim Bäcker. So teile man sich auch die Sitzplätze in der Markthalle. Mit einem eigenen Kaffee-Angebot in der Metzgerei hat der Unternehmer allerdings eine Bauchlandung gemacht: „Das lehnen die Kunden ab.“ Auch wenn das Angebot noch so toll aufgebaut sei. „Ist so.“

Alle Ergebnisse unserer aktuellen Befragung zum Snack-Geschäft finden Sie im "Snack-Barometer 2022".

Quelle: fleischwirtschaft.de

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