Einigung: Tönnies bleibt Familiensache
Tönnies
Der Fleischkonzern bleibt ein Familienunternehmen (von links): Robert, Clemens und Maximilian Tönnies
Der Fleischkonzern bleibt ein Familienunternehmen (von links): Robert, Clemens und Maximilian Tönnies

RHEDA-WIEDENBRÜCK Der Machtkampf in Deutschlands größtem Fleischkonzern hat ein Ende gefunden. Das behaupteten heute die Gesellschafter und bestätigten die Eigentümer-Struktur.

Die Unternehmensgruppe Tönnies bleibt ein Familienunternehmen. Darauf veständigten sich heute die Gesellschafter Robert, Clemens und Maximilian Tönnies, wie Konzernsprecher Dr. André Vielstädte mitteilte. Wie er weiter berichtete, sei das Zerrüttungsverfahren zwischen den beiden Familienstämmen beendet worden. Zwischen den Eigentümern des ostwestfälischen Unternehmens, Robert Tönnies (50 Prozent) einerseits sowie andererseits seinem Onkel Clemens Tönnies (45 Prozent) schwelte sein Jahren ein Konflikt um die Ausrichtung der Gruppe. Fünf Prozent hält Clemens' Sohn Maximilian Tönnies.

Nach dem die Tönnies-Gruppe in den vergangenen Monaten ihren Marktwert testete, sei man nun „zu dem Schluss gekommen, dass die jetzige Struktur genau die richtige ist, um die jahrzehntelange, erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.“ Alle Gesellschafter hätten das Ziel, gemeinsam mit dem operativen Management die Zukunft von Tönnies zu gestalten, verlautet es aus der Konzernzentrale in Rheda-Wiedenbrück. Laut Finanzzeitung „Handelsblatt“ führten die Ostwestfalen Gespräche über Einstiegsoptionen mit dem brasilianischen Fleischgiganten JBS und dem taiwanesischen Lebensmittelkonzern Uni-President.

Jetzt signalisieren die Gesellschafter eine neue Einigkeit gegenüber der Presse. Man habe sich einvernehmlich darüber verständigt, das Kerngeschäft in Deutschland auszubauen mit Fokus auf die gesellschaftspolitischen Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Tierschutz. Daneben sollen die Geschäftsfelder Tiernahrung, fleischfreie Alternativen und Bio-Produkte maßgeblich weiterentwickelt werden.
Tönnies erlöste im Jahr 2020 einen Umsatz von 7,05 Mrd. Euro (Vorjahr 7,3 Mrd. Euro). Im gleichen Zeitraum brachte die Unternehmensgruppe hierzulande 16,3 Mio. Schweine an den Haken.

Quelle: fleischwirtschaft.de; Tönnies

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