FAO-Index: Fleisch erneut teurer
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Rindfleisch-Angebot im Markt La Boqueria in Barcelona.
Rindfleisch-Angebot im Markt La Boqueria in Barcelona.

ROM Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind auch im April gestiegen.

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom mitteilte, kletterte der von ihr berechnete Preisindex über alle betrachteten Warengruppen hinweg gegenüber März um 1,7 Prozent auf 120,9 Punkte; das ist der höchste Wert seit Mai 2014 und der elfte Anstieg in Folge.

Vor allem der FAO-Subindex für Zucker legte im Berichtsmonat kräftig zu, und zwar um 3,9 Prozent. Damit wurde das Vorjahresniveau um fast 60 Prozent übertroffen. Begründet wurde die Verteuerung mit der schleppenden Zuckerrohrernte in Brasilien und Frostschäden in den französischen Zuckerrübenkulturen. Für den FAO-Subindex für Pflanzenöle verzeichneten die Fachleute in Rom ein Plus von 1,8 Prozent. Als Auslöser wurden hier Spekulationen angeführt, dass die Produktion in wichtigen Exportländern langsamer als bislang erwartet ausgeweitet werden könnte.

Der FAO-Preisindex für Fleisch erhöhte sich im April gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent. Dabei profitierten die Notierungen für Rind-, Schweine- und Schaffleisch nach Angaben der Organisation von der lebhaften Nachfrage Ostasiens. Derweil hätten sich die Preise für Geflügelfleisch weiterhin stabil entwickelt.
Der Getreidepreisindex legte um 1,2 Prozent zu; das Niveau des Vorjahresmonats wurde damit um 26 Prozent übertroffen. Den römischen Fachleuten zufolge verteuerte sich vor allem Mais. Für diesen Anstieg seien unter anderem die Anbaupläne der US-Farmer maßgeblich gewesen; die Marktakteure hätten mit einer größeren Aussaatfläche gerechnet. Außerdem habe die ungünstige Witterung in den USA, Argentinien und Brasilien die Preise nach oben getrieben. Derweil erhöhte sich der Milchpreisindex im Berichtsmonat gegenüber März um 1,2 Prozent. Nach Darstellung der Fachleute in Rom stiegen die Notierungen für Butter, Käse und Magermilchpulver als Reaktion auf eine rege Importnachfrage asiatischer Länder.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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