Flandern: Außenhandelssaldo deutlich rückläuf...
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Deutschland kaufte 2020 frisches Schweinfleisch aus Flandern im Wert von 353 Mio Euro.
Deutschland kaufte 2020 frisches Schweinfleisch aus Flandern im Wert von 353 Mio Euro.

BRÜSSEL Flanderns Überschuss im Agraraußenhandel ist 2020 im Vorjahresvergleich gesunken, nachdem in mehreren Jahren zuvor ein kontinuierlicher Anstieg verzeichnet wurde.

Wie das Landwirtschaftsministerium in Brüssel jetzt mitteilte, vermarktete die nordbelgische Region im vergangenen Jahr landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel im Gesamtwert von 38,9 Mrd. Euro im Ausland; das waren 0,8 Prozent weniger als 2019. Gleichzeitig erhöhte sich der Wert der entsprechenden Einfuhren um 1,6 Prozent auf 32,6 Mrd. Euro.
 
In der Folge verringerte sich der Agraraußenhandelssaldo um zwölf Prozent auf 6,3 Mrd Euro. Davon entfielen unter anderem 2,4 Mrd. Euro auf tierische Produkte sowie 1,6 Mrd. Euro auf „agroindustrielle Produkte“ wie Wirtschaftsdünger, Landmaschinen, landwirtschaftliche Geräte und Pflanzenschutzmittel. Außerdem wurden vom Gesamtüberschuss 1,0 Mrd. Euro den pflanzenbaulichen Erzeugnissen zugerechnet. Der Rest entfiel auf die Rubrik „andere Produkte“.
Die wertmäßig mit Abstand wichtigsten Agrarexportgüter Flanderns waren im vergangenen Jahr dem Ministerium zufolge die Erzeugnisse des Pflanzenbaus mit einem Erlös von 14,6 Mrd. Euro, gefolgt von tierischen Produkten mit 7,4 Mrd. Euro und sonstigen Erzeugnissen mit 7,0 Mrd. Euro. Auch bei den Einfuhren der Region lagen 2020 die Pflanzenbauprodukte mit einem Gesamtwert von 13,6 Mrd. Euro vorn. Platz zwei belegten Gartenbauprodukte mit 6,2 Mrd Euro, während 5,6 Mrd Euro auf sonstige Erzeugnisse entfielen.

Nach Angaben der Brüsseler Ministerialbeamten waren die Niederlande 2020 mit einem Importwert von 7,6 Mrd. Euro der größte Abnehmer von flämischen Agrarprodukten und Lebensmitteln; dicht dahinter folgte Frankreich mit 7,5 Mrd. Euro. Im Vorjahr war die Reihenfolge noch umgekehrt. Auf dem dritten Platz rangierte weiterhin Deutschland mit 5,7 Mrd. Euro. Davon entfielen 570 Mio. Euro auf Gemüse, 506 Mio. Euro auf frisches und verarbeitetes Obst, 362 Mio. Euro auf Molkereiprodukte und 353 Mio. Euro auf frisches Schweinefleisch. Außerdem gab die Bundesrepublik im vergangenen Jahr in Flandern 107 Mio. Euro für Kartoffeln sowie insgesamt 57 Mio. Euro für Rind- und Kalbfleisch aus. Hinzu kamen Ausgaben von 28 Mio. Euro für Eier und 13 Mio. Euro für Geflügelfleisch.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE

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