Fleischerverband Bayern: Satter Aufschlag für...
Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Beschäftigten in bayerischen Metzgereien erhalten mehr Lohn ab 1. Juni 2021.
Beschäftigten in bayerischen Metzgereien erhalten mehr Lohn ab 1. Juni 2021.

AUGSBURG Neuer Tarifabschluss fürs Fleischerhandwerk im Freistaat: Nur mit auskömmlichen Löhnen sind die Betriebe ein attraktiver Arbeitgeber.

Der Landesinnungsverband für das bayerische Fleischerhandwerk und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich in der vergangenen Woche auf einen Tarifabschluss für die Beschäftigten in bayerischen Metzgereien geeinigt. 

Wie der Fleischerverband Bayern in seinem Mitgliederrundschreiben mitteilt, steigen die tariflichen Mindestentgelte ab 1. Juni 2021 um einheitlich 67 Euro im Monat für Vollzeitkräfte. Um die Branche für die Berufswahl junger Menschen attraktiver zu machen, wurden die Ausbildungsvergütungen kräftig angehoben, und zwar um 100 Euro im ersten und zweiten Ausbildungsjahr (auf 850 Euro bzw. 950 Euro) und auf 1.100 Euro im dritten Ausbildungsjahr.

Der Vorsitzende der Tarifkommission Werner Braun erklärt dazu: „Der kräftige Schritt bei den Auszubildenden war uns wichtig. Er ist auch sinnvoll, wenn wir im Konzert um künftige Fachkräfte weiter mitspielen möchten. Jeder und jede Auszubildende ist heute wie blankes Gold. Mit dieser Anpassung spielen wir nun vorne mit, obwohl wir auch wissen, dass bereits heute viele Betriebe schon wesentlich mehr bezahlen. Also werden wir auch im kommenden Jahr eine Anpassung ins Auge fassen. Das ist wichtig für die Außenwirkung, denn gerade diese Statistiken werden bei der Berufswahl berücksichtigt und von allen zuständigen Stellen veröffentlicht.“

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 21/2021
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