Geflügelpest: Seuchenalarm in Baden-Württembe...
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 Nach Lieferungen von Junghühnern aus NRW besteht in zahlreichen Betrieben Baden-Württembergs der Verdacht auf Geflügelgrippe.
Nach Lieferungen von Junghühnern aus NRW besteht in zahlreichen Betrieben Baden-Württembergs der Verdacht auf Geflügelgrippe.

STUTTGART Aus einem Aufzuchtbetrieb für Junghennen im Raum Paderborn in Nordrhein-Westfalen, bei dem Anfang dieser Woche die Geflügelpest amtlich festgestellt wurde, sind Junghühner an zahlreiche Kleinhaltungen in Baden-Württemberg ausgeliefert worden.

Wie das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart gestern mitteilte, sind nach derzeitigen Informationen in dem Bundesland annähernd 60 Geflügelhaltungen betroffen. Meist handele es sich dabei um kleinere Erzeuger. Aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen beziehungsweise Meldungen bestehe bei zahlreichen dieser Haltungen der Verdacht auf Geflügelpest.

„Die Behörden haben daraufhin schnell und entschlossen gehandelt“, betonte Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Die Geflügelhalter im Land hätten durch die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen bisher eine Ansteckung ihrer Tiere mit dem Virus durch Wildvögel erfolgreich verhindern können. „Dass das Virus die Betriebe nun auf diesem Weg erreicht hat, ist ärgerlich“, erklärte Hauk. Die Tiergesundheitsbehörden hätten umgehend alle Maßnahmen eingeleitet, um ein Übergreifen auf andere Betriebe und die weitere Seuchenausbreitung zu verhindern.
Derzeit arbeiten die Behörden im Land laut Ministerium an der Nachverfolgung der Lieferwege des Betriebes aus Nordrhein-Westfalen. Die Tiere seien in ganz Baden-Württemberg verkauft worden, mit Schwerpunkt im südwestlichen Landesteil. Geflügelhalter, die seit Anfang März Junghennen aus Nordrhein-Westfalen zugekauft haben, wurden aufgerufen, sich beim jeweils zuständigen Veterinäramt zu melden.

Daneben wurden in zwei Betrieben im Land Jungenten eingestallt, in deren Herkunftsbestand, der Tschechischen Republik, nun ebenfalls die Geflügelpest festgestellt wurde. Auch in diesen beiden Geflügelbeständen finden derzeit Untersuchungen statt. Das Stuttgarter Agrarressort hat ein Landeskrisenzentrum eingerichtet und steht in enger Abstimmung mit den nachgeordneten Behörden. Die Task Force Tiergesundheit, ein Dienstleister sowie die Veterinärzüge unterstützen die Behörden vor Ort.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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