Initiative Tierwohl: Einmalzahlung doch noch ...
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Das ursprüngliche Budget für die Zahlungen an die Schweinehalter stammte aus einer Sonderzahlung der Schwarz-Gruppe.
Das ursprüngliche Budget für die Zahlungen an die Schweinehalter stammte aus einer Sonderzahlung der Schwarz-Gruppe.

BONN Die Initiative Tierwohl (ITW) wird doch noch allen ursprünglich berechtigten Schweinehaltern eine Einmalzahlung von 3.000 Euro ausschütten. Das teilte die Initiative am vergangenen Freitag mit.

Demnach handelt es sich bei den Mitteln um rund 1 Mio. Euro, die aus den Einzahlungen aller an der ITW teilnehmenden Lebensmittelhändler während des Programms 2018 bis 2020 stammen. Ursprünglich seien die Gelder für die Auszahlungsansprüche der Landwirte in der ausgelaufenen Programmphase reserviert gewesen, seien jedoch nicht abgerufen worden.


Die betreffenden Schweinehalter müssen nach Angaben der ITW nicht aktiv werden, da die Auszahlung ohne Antrag vorgenommen wird. „Wir sind sehr froh, dass wir nun auch den restlichen 316 Betrieben die Einmalzahlung ermöglichen können. Dies ist sicherlich eine gute Unterstützung für den Start in die dritte Programmphase der ITW “, erklärte ITW-Geschäftsführer Robert Römer.
Auch die Schweinehalter begrüßten diese Einmalzahlung. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Heinrich Dierkes, sprach vom „richtigen Signal für die Landwirte und die Branche“. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV), Hubertus Beringmeier, verwies auf die derzeitige dramatische Situation der Schweinehalter. „Deswegen ist es großartig, dass die Initiative Tierwohl den betreffenden Betrieben die Unterstützung bietet, die sie jetzt brauchen“, so Beringmeier. Zwar würden die Schweinehalter damit nicht aus der katastrophalen Marktsituation gerettet, das sei aber auch nicht die Aufgabe der ITW.

Ende Juli war zunächst bekannt geworden, dass die ITW die Einmalzahlungen zum Eintritt in die dritte Programmphase nicht für alle Betriebe zahlen kann, auch wenn diese ihr Audit bis zum 30. Juni 2021 erfolgreich absolviert haben.

Zur Begründung hieß es damals, dass das vorgesehene Budget für die Einmalzahlungen aufgrund der hohen Teilnahmebereitschaft der Landwirte nicht für alle Betriebe ausreiche und es so zum Windhundverfahren komme. Das ursprüngliche Budget für die Zahlungen stammte der ITW zufolge aus einer auf 50 Mio. Euro begrenzten Sonderzahlung der Schwarz-Gruppe.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE

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