Konsumverhalten: Onlinekunden mögen Amazon
Konsumverhalten

Onlinekunden mögen Amazon

Amazon
Amazon Fresh liefert in Berlin und Potsdam
Amazon Fresh liefert in Berlin und Potsdam

MÜNCHEN Online ist alles Amazon oder was? Leider Ja, zeigt eine Studie. Allerdings noch nicht bei Lebensmitteln und Heimtierbedarf.

Man kann schon das Gefühl haben, dass Amazon ein Synonym für Onlinehandel ist. Und siehe da: Das Gefühl täuscht nicht, denn die vorherrschende Marktposition des Internetgiganten lässt sich in Zahlen ausdrücken: 92 Prozent der deutschen Online-Shopper haben im vergangenen Jahr auch bei Amazon bestellt, zeigt die repräsentative Studie „German Online Shopper Report“ des E-Commerce-Dienstleisters Pattern.

Als Beweggründe, bei dem Marktplatzbetreiber und Onlinehändler zu kaufen, führen die Kunden den günstigsten Preis (41 Prozent), eine kürzere Lieferzeit (37 Prozent) und einen einfacheren Online-Einkauf (36 Prozent) im Vergleich zu anderen Plattformen an.

Die Mehrheit (58 Prozent) nimmt zudem an dem Kundenprogramm "Amazon Prime" teil, das unter anderem einen schnelleren Versand sowie den Zugang zur Prime Video Bibliothek und Streaming-Inhalten wie Musik, Serien und E-Books bietet. 46 Prozent der Befragten verfügen über einen eigenen Prime-Account, weitere 12 Prozent sind Mitnutzer anderer Prime-Mitgliedschaften – beispielsweise von Familienangehörigen.

Corona stärkt Onlinehandel
Mit der zeitweisen Schließung von Einzelhandelsgeschäften in Deutschland im vergangenen Jahr hatten sich Konsumenten verstärkt dem Onlinehandel zugewandt: 46 Prozent der Befragten geben an, mehr Produkte online eingekauft zu haben. 32 Prozent haben erstmals Produkte, die sie zuvor nur stationär eingekauft haben, online bezogen.
Da sich der Bedarf der Konsumenten in Folge des Lockdowns verändert hat, wurde das Online-Kaufverhalten entsprechend vielschichtiger. Viele Amazon-Shopper gaben an, erstmals

• Produkte von anderen Marken als bislang gekauft zu haben (37 Prozent),

• in neuen Produktkategorien eingekauft zu haben (28 Prozent), 

• andere Produkttypen als sonst gekauft zu haben (25 Prozent).

Für zehn der 16 abgefragten Produktkategorien nutzte jeweils eine überwiegende Zahl deutscher Online-Shopper im vergangenen Jahr Amazon. Vor allem für Produkte der Kategorien Elektronik (46 Prozent), Heim- und Küchenbedarf (44 Prozent) sowie Bücher (38 Prozent) entscheiden sich Online-Shopper häufig für Amazon, statt bei einem anderen Onlinehändler oder im stationären Einzelhändler mit Onlineshop einzukaufen.

In der Produktkategorie Nahrungsmittel und Vorratshaltung nutzten hingegen mehr Kunden Onlineshops von Einzelhandelsketten (28 Prozent) für ihre Einkäufe, als bei Amazon zu bestellen (17 Prozent). Zehn Prozent geben an, dass sie bei einem auf Lebensmittel spezialisierten Onlinehändler eingekauft haben. Gleichwohl hat die Mehrheit  (53 Prozent) gar keine Nahrungsmittel online bestellt. Die Supermarktkette tegut wickelt im Übrigen in ausgewählten Regionen ihre Onlinebestellungen über Amazon Prime Now ab.

In der Kategorie Heimtiernahrung und -bedarf liegen die spezialisierten Onlinehändler wie Zooplus mit 18 Prozent leicht vor Amazon (16 Prozent), bei Onlineshops von Einzelhandelsketten bestellten 13 Prozent der Haustierbesitzer. Auch hier kauft die Mehrheit (60 Prozent) allerdings am liebsten stationär. 

Quelle: fleischwirtschaft.de
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