Lockdown-Folgen: Umsätze im Sinkflug
IMAGO / Ralph Peters
Ein mit Rolltor und Gitter verschlossenes Geschäft während des Lockdowns in der Einkaufsmeile Zeil in der Innenstadt von Frankfurt am Main.
Ein mit Rolltor und Gitter verschlossenes Geschäft während des Lockdowns in der Einkaufsmeile Zeil in der Innenstadt von Frankfurt am Main.

BERLIN Der Corona-Lockdown hat den deutschen Einzelhändlern auch im Februar das Geschäft verhagelt. Ihre Einnahmen fielen um 7,7 Prozent niedriger aus als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Preisbereinigt (real) gab es sogar ein Minus von neun Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hier mit einem Rückgang um 6,3 Prozent gerechnet. Der Monat hatte allerdings einen Verkaufstag weniger als der Februar im Schaltjahr 2020. Von Januar auf Februar stiegen die realen Umsätze zwar um 1,2 Prozent, blieben jedoch unter der Erwartung von Fachleuten, die mit plus zwei Prozent gerechnet hatten.


Die einzelnen Branchen entwickelten sich wegen des anhaltenden Lockdowns wie in der Vergangenheit stark unterschiedlich. Der Umsatz im Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren brach real um fast 74 Prozent zum Februar 2020 ein. Der Lebensmittelhandel - der geöffnet bleiben durfte - machte ein Minus von 1,6 Prozent. Der Internet- und Versandhandel lief erneut gut, weil viele Verbraucher Online shoppen gingen. Hier stiegen die Einnahmen um gut 34 Prozent.

Der Lobbyverband HDE befürchtet viele Pleiten bei Händlern, wenn es nicht bald Öffnungsperspektiven für die Branche gibt und die staatlichen Finanzhilfen schneller ankommen. Allerdings gelten deutliche Lockerungen wegen der dritten Infektionswelle derzeit als unwahrscheinlich.

Quelle: fleischwirtschaft.de; Reuters
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