Polen: ASP-Fälle bei Hausschweinen nehmen zu
IMAGO / teutopress
Die ASP-Fälle bei Hausschweinen in Polen steigen stark.
Die ASP-Fälle bei Hausschweinen in Polen steigen stark.

WARSCHAU Immer wieder bricht die Seuche in landwirtschaftlichen Betrieben aus. Betroffen sind vor allem kleinere Bestände.

Nachdem es in der ersten Jahreshälfte lange ruhig war, ist die Zahl von Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in polnischen Schweineställen im Sommer regelrecht explodiert. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte in den vergangenen Tagen weitere sieben Fälle in Schweinehaltungen, denen insgesamt rund 750 Hausschweine zum Opfer fielen.


Die amtlichen Stellen haben damit seit Jahresbeginn insgesamt rund 100 Seuchenfälle in der Landwirtschaft registriert. Es fehlen nur noch wenige Ausbrüche, bis das gesamte Vorjahresniveau überschritten ist. Da kurzfristig nicht mit einem Abflauen des Seuchengeschehens zu rechnen ist, dürfte schon jetzt klar sein, dass die Zahl der in der polnischen Tierhaltung verzeichneten ASP-Ausbrüche in diesem Jahr deutlich höher ausfallen wird als 2020.

Mehr Nutzschweine gekeult

Bisher mussten im Zuge der seuchenrechtlichen Vorschriften rund 36.000 Schweine gekeult werden. Dabei sind aber nicht die Tiere mitgezählt, die im Umkreis von 1 km um Seuchenherde aufgestallt waren und ebenfalls getötet werden mussten. Dennoch liegt die Gesamtzahl der in der Landwirtschaft gekeulten Tiere noch deutlich unter der des Vorjahres, als Mitte September schon deutlich mehr als 50.000 tote Hausschweine zu Buche gestanden hatten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass in diesem Jahr bisher vor allem kleine und mittlere Tierhaltungen betroffen waren.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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