Verbraucherpreise: Im Aufwind wie lange nicht
IMAGO / Eibner
Deutschlands Verbraucher müssen für Lebensmittel erneut tiefer in die Tasche greifen.
Deutschlands Verbraucher müssen für Lebensmittel erneut tiefer in die Tasche greifen.

WIESBADEN Die Preise in Deutschland steigen so schnell wie seit 28 Jahren nicht mehr. Im August lag die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – voraussichtlich bei 3,9 Prozent.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, bleiben die Verbraucherpreise gegenüber Juli 2021 wohl unverändert. Für den Anstieg der Inflationsrate seit Juli 2021 nennt das Statistikamt gleich eine Reihe von Gründen, darunter Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. Hier wirkten sich insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze und der Preisverfall der Mineralölprodukte noch bis zum Jahresende 2021 erhöhend auf die Gesamtteuerung aus. Hinzu kämen neben den üblichen Marktentwicklungen die Einführung der CO2-Bepreisung seit Januar 2021 sowie krisenbedingte Effekte – wie die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die sich vorerst nur teilweise und abgeschwächt im Verbraucherpreisindex niederschlagen.
Für Lebensmittel lag die Teuerungsrate im August bei 4,6 Prozent, nach 4,2 Prozent im Juli. Hier beschleunigt sich die Entwicklung also deutlich stärker als bei den Verbraucherpreisen insgesamt.

Quelle: fleischwirtschaft.de; Destatis
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