Preisentwicklung: Die Sorgen nehmen zu
Preisentwicklung

Die Sorgen nehmen zu

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Hohe Energiekosten belasten die Unternehmen der Fleischwirtschaft wie auch die fleischerhandwerklichen Betriebe.
Hohe Energiekosten belasten die Unternehmen der Fleischwirtschaft wie auch die fleischerhandwerklichen Betriebe.

FRANKFURT Verknappung und unsichere Belieferung mit Rohstoffen setzen den Fleischsektor unter Druck. Energie- und Treibstoffkosten werden unkalkulierbar.

Die Knappheit vieler Rohstoffe, pandemiebedingte Einschränkungen und enorme Preissteigerungen bei vielen Produkten beschäftigen zunehmend die Unternehmen der Fleischbranche.

Die Corona-Pandemie beeinflusst die Lieferkette weit mehr als angenommen. Nach mehr als 20 Monaten Virusgeschehen sind es nicht nur die Mikrochips, die der (Automobil-)Wirtschaft fehlen. Ebenso klemmt es bei Folien, Papier und Verpackungen, weil der Onlinehandel in der Krise prosperiert und mehr Kartonagen benötigt. In der Folge stellten Papierfabriken ihre Produktion entsprechend um, weshalb Papier ebenfalls knapp ist. Gefragte Einwegartikel wie Hauben, Mundschutz und Handschuhe werden hierzulande aus China bezogen und warten auf Verschiffung.

In etlichen Häfen fehlen Container, weshalb die Frachtkosten enorm anziehen. Auch der für die Wurstherstellung wichtige Rohstoff Naturdarm wird in der Volksrepublik veredelt. Für die in der Frischelogistik üblichen 40-Fuß-Kühlcontainer müssen die Händler inzwischen bis zu 20.000 Euro statt 5.000 Euro zahlen. Parallel hat sich der Rohölpreis binnen Jahresfrist verdoppelt, die Kosten für Gas und Strom ziehen ebenfalls stark an. Das trifft Schlachtunternehmen, Fleischverarbeiter und Fleischer-Fachgeschäfte – egal ob in der Produktion oder bei der Auslieferung der Waren. Das Betriebsergebnis steht unter Druck.
Daneben kämpfen die Unternehmen mit Personalengpässen – nicht nur coronabedingt. Dazu heizt die Entwicklung der Verbraucherpreise auch die Lohndebatte an. Die günstige Notierung entlastet kaum, weil die Schweinefleischnachfrage nach wie vor klemmt.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 43/2021

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