Reorganisation: Westfleisch feilt am Netz
Westfleisch
Carsten Schruck, geschäftsführendes Vorstandsmitglied Westfleisch SCE.
Carsten Schruck, geschäftsführendes Vorstandsmitglied Westfleisch SCE.

MÜNSTER Die Westfleisch SCE wird Anfang Oktober 2021 die Schweineschlachtung aus Gelsenkirchen auf seine Betriebstätten in Hamm, Oer-Erkenschwick und Coesfeld verlagern.

Wie das genossenschaftliche Unternehmen mitteilte, wurden 2020 bei Westfleisch insgesamt rund 7,5 Millionen Schweine geschlachtet, davon knapp 970.000 in Gelsenkirchen. Das Werk war erst 2016 gekauft worden, weil ein Großbrand den Schlachthof in Paderborn zerstört hatte. Die seit einigen Jahren rückläufige Schweineproduktion in Deutschland dürfte ein wesentlicher Grund für die Schlachthofschließung in Gelsenkirchen sein.

„Ziel ist es, vor allem unseren nun reinen Schweineschlachtbetrieb in Hamm möglichst voll im Zweischichtbetrieb auszulasten“, erklärte Westfleisch-Finanzvorstand Carsten Schruck. Im Rahmen des Strukturprojekts „Westfleisch 2025“ habe das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren seine Standorte sukzessive weiterentwickelt. Zuletzt verlegte es im Frühjahr - nach gezielten Investitionen in den Lübbecker Fleischbetrieb - die Rinderschlachtung und -zerlegung aus Hamm auf die Standorte in Lübbecke und Bakum. Nun folge im Oktober mit der Verlagerung der Schweineschlachtung aus Gelsenkirchen der nächste Schritt, erklärte Schruck.
Insgesamt bleibe die Gesamtschlachtkapazität der Westfleisch-Gruppe aber nahezu unverändert. Entlassungen soll es nicht geben: „Unsere knapp 140 Mitarbeiter in Gelsenkirchen erhalten allesamt ein Arbeitsplatzangebot innerhalb unserer Unternehmensgruppe“, erläuterte der Finanzvorstand. Über die künftige Nutzung des Betriebes in Gelsenkirchen sei derweil noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE

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