Statistisches Bundesamt: Fleischerzeugung sin...
IMAGO / Martin Wagner
Die Erzeugung von Geflügelfleisch sank im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent.
Die Erzeugung von Geflügelfleisch sank im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent.

WIESBADEN In Deutschland sind in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres weniger Rinder, Schweine und Geflügel in den Schlachtbetrieben verarbeitet worden als im ersten Quartal 2020.

Laut Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) nahm das Aufkommen an Rindern um rund 29.600 Stück oder 3,5 Prozent auf 824.920 Tiere ab; die betreffende Fleischerzeugung fiel um vier Prozent auf 273.240 t. Es kamen vor allem weniger Bullen und Ochsen an die Haken; deren Zahl sank um 6,4 Prozent auf 308.480. Zudem verringerte sich das Schlachtkuhaufkommen um 2,9 Prozent auf 286.750 Tiere. Knapp stabil waren die Schlachtungen von Färsen mit 145.700 Tieren, während bei Kälbern und Jungrindern eine kleine Zunahme von 0,5 Prozent auf 83.990 Stück verzeichnet wurde.
 
Bei Schweinen setzte sich der Negativtrend beim Schlachtaufkommen im März fort; der Rückstand auf den Vorjahresmonat fiel mit 0,9 Prozent aber nicht mehr so groß aus wie zuvor. Unter dem Strich wurden von Januar bis März mit insgesamt 13,43 Millionen Stück jedoch 586.200 Tiere oder 4,2 Prozent weniger verarbeitet als im ersten Quartal 2020. Allerdings milderten die höheren Schlachtgewichte diesen Rückgang etwas ab; die Schweinefleischerzeugung war „nur“ um 2,6 Prozent auf knapp 1,31 Mio. t rückläufig.
 
Wesentlicher Faktor für die geringere Erzeugung war das kleinere Angebot von Schlachtschweinen aus anderen EU-Ländern. Deren Zahl nahm gegenüber der Vorjahresperiode um gut 459.000 Stück oder 61,1 Prozent auf nur noch 310.700 Tiere ab. Die Anlieferung von Schweinen aus deutschen Ställen in die hiesigen Schlachthäuser ging dagegen lediglich um 97.120 Tiere oder 0,7 Prozent auf 13,12 Millionen Stück zurück. Besonders betroffen von dieser Entwicklung war Nordrhein-Westfalen, wo die Schlachtung von Auslandsschweinen um 322.000 Tiere oder 82,2 Prozent auf 68.500 Stück einbrach. Dies ließ die Gesamtschlachtungen von Schweinen in diesem Bundesland überdurchschnittlich sinken, nämlich um 5,3 Prozent auf 4,42 Millionen.
 
Auch die Erzeugung von Geflügelfleisch ohne Enten und Gänse war in Deutschland im ersten Quartal 2021 im Vorjahresvergleich rückläufig, und zwar um 1,8 Prozent auf 389.770 t. Verantwortlich hierfür war die geringere Produktion von Putenfleisch in den meldenden Schlachtbetrieben, die um 6,9 Prozent auf 114.700 t abnahm. Dies konnte durch den moderaten Anstieg der Hähnchenfleischerzeugung um 0,6 Prozent auf 260.080 und das höhere - aber nicht ins Gewicht fallende - Aufkommen an Fleisch von Suppenhühnern nicht ausgeglichen werden.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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