Tarifverhandlungen: NGG protestiert bei Tönni...
Tarifverhandlungen

NGG protestiert bei Tönnies

NGG
Mitarbeiter von Vion demonstrierten in Vilshofen für höhere Löhne.
Mitarbeiter von Vion demonstrierten in Vilshofen für höhere Löhne.

RHEDA-WIEDENBRÜCK Mit bundesweiten Aktionen hat die Gewerkschaft in den vergangenen Wochen versucht, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Seit dem 12. April wird der aktuelle Arbeitskampf in der Fleischindustrie vor und in den Fabriken der großen Konzerne ausgetragen. Die „Streik- und Aktionswochen“ der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) enden am heutigen Freitagmittag am Stammsitz der Tönnies-Gruppe in Rheda-Wiedenbrück und am Tönnies-Schlachthof in Weißenfels (Sachsen-Amhalt). In dieser Woche wurde der Arbeitskampf nach Angaben der NGG noch einmal ausgeweitet. Bisher hatte es Aktionen an Standorten der Fleischkonzerne Vion in Bayern und Danish Crown in Niedersachsen gegeben. Nun ist erstmals der größte deutsche Fleischverarbeiter Tönnies betroffen. Die Gewerkschaft ist mit der Beteiligung ihrer Mitglieder bisher zufrieden. „Die Leute sind top-motiviert und entschlossen, sich durchzusetzen“, sagte NGG-Vize Freddy Adjan gegenüber dem "Handelsblatt".
 
Die NGG fordert für die 160.000 Beschäftigten in der Fleischbranche eine deutliche Anhebung der Löhne. Sie sollen mindestens 12,50 Euro je Stunde erhalten. Nach einer Einarbeitungszeit müsse der Lohn auf 14 Euro steigen. Für Facharbeiter sollen es mindestens 17 Euro sein. In einem weiteren Tarifvertrag sollen die Mindestarbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Zuschläge und Urlaub geregelt werden. Die Arbeitgeber sind bereit, den Mindestlohn in Stufen bis zum 1. Dezember 2023 auf 12 Euro pro Stunde anzuheben. Dies sei innerhalb von zweieinhalb Jahren ein Plus von 25 Prozent. Nach drei Verhandlungsrunden sind sich die Tarifparteien noch nicht nähergekommen.

Quelle: fleischwirtschaft.de; NGG
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