Tierwohl: Haltungsform immer wichtiger
imago / Geisser
Die ITW weitet die Kennzeichnung der Haltungsform auf Kaninchen- und Pekingentenfleisch aus. Zugleich können verarbeitete Fleischerzeugnisse, wie zum Beispiel Wurst, erstmals in großen Mengen in die einzelnen Stufen des Haltungsformsystems eingeordnet werden.
Die ITW weitet die Kennzeichnung der Haltungsform auf Kaninchen- und Pekingentenfleisch aus. Zugleich können verarbeitete Fleischerzeugnisse, wie zum Beispiel Wurst, erstmals in großen Mengen in die einzelnen Stufen des Haltungsformsystems eingeordnet werden.

BONN Die Initiative Tierwohl (ITW) weitet die Kennzeichnung aus: Mehr Fleischarten und Lösung für verarbeitete Produkte.

Die in der Initiative Tierwohl (ITW) engagierten Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) weiten ab 1. Juli ihr Angebot von Fleischartikeln mit Haltungsformkennzeichnung aus.

Wie die ITW vergangene Woche in Bonn mitteilte, sind dann auch Kaninchen- und Pekingentenfleisch im Sortiment der vierstufigen Siegel-Klassifikation „Haltungsform“ zu finden. Zugleich können die teilnehmenden Unternehmen verarbeitete Fleischwaren, wie zum Beispiel Wurst, erstmals in großen Mengen in die einzelnen Stufen des Haltungsformsystems einordnen. Verbraucher können so bei vielen weiteren Fleischprodukten sehr schnell erkennen, wie hoch das Tierwohlniveau bei der Tierhaltung war, aus der das jeweilige Erzeugnis stammt. 

„Die erstmalige Kennzeichnung von verarbeiteter Ware aus Geflügel- und Schweinefleisch sowie die breite Kennzeichnung von frischem Schweinefleisch sind zwei große, entscheidende Schritte für die Initiative Tierwohl“, erklärte ITW-Geschäftsführer Robert Römer. Damit werde ganz bewusst in Richtung Ganztiervermarktung gesteuert und ein wichtiger Beitrag zur Transparenz für Verbraucher geleistet. Die ohnehin große Präsenz des ITW-Siegels bei Geflügel werde weiter zunehmen, und bei Schweinefleischprodukten sei ein sprunghafter Anstieg auf hohe zweistellige Prozentanteile wahrscheinlich. Nach der erfolgreichen Einführung der flächendeckenden ITW-Kennzeichnung von Geflügelfleisch im Jahr 2018 werde diese nun ab dem zweiten Halbjahr 2021 auch umfassend auf Schweinefleischprodukten im Lebensmitteleinzelhandel zu finden sein.
Durch die Kennzeichnung von verarbeiteter Ware sei es nun möglich, auch die Teilstücke als ITW-Ware zu vermarkten, die nicht direkt in den LEH, sondern zunächst an fleischverarbeitende Unternehmen geliefert würden.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 26/2021
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