Tönnies-Forschung: In der Verantwortung für U...
Tönnies

BERLIN Beim 5. Symposium der Tönnies Forschung in Berlin forderte Clemens Tönnies Politik und alle Akteure in der Lebensmittelkette dazu auf die Transformation der Nutztierhaltung, hin zu mehr Tierwohl und Klimaschutz, voranzutreiben, nicht ohne sich selbst und sein Unternehmen in die Pflicht zu nehmen. Das geht aus einer Pressemeldung des Unternehmens hervor.

Neue Regierung muss sich committen

Den Auftakt machte Bundeslandwirtschaftsminister a. D. Jochen Borchert, Vorsitzender des Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung. Er verdeutlichte seine Empfehlungen für die Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland und stellte eine klare Forderung an die neue Bundesregierung: „Es braucht jetzt die politische Weichenstellung pro Umbau der Tierhaltung.“ Andernfalls sei der historisch einmalige Agrarkonsens von Umwelt, Tierschutz und Landwirtschaft zunichte gemacht.
Wie die neue Bundesregierung den Umbau in der Koalitionsvereinbarung festlegen und umsetzen sollte, darüber diskutierten in einer lebhaften Debatte der Präsident des Bauernverbands Schleswig-Holstein Werner-Schwarz, der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Tönnies Forschung Prof. Dr. Dr. Kai Frölich, Kommunikationsdesigner und Food-Aktivist Hendrik Haase, Bundeslandwirtschaftsminister a. D. Jochen Borchert sowie der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz Wolfram Günter. „Alle müssen an einem Strang ziehen und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist unabdingbar“, erklärte Frölich.

Aldi bekennt sich zur Transformation

Mit großer Zustimmung des Auditoriums bekannte sich zum Abschluss der Debatte auch der Aldi-Geschäftsführer Tobias Heinbockel mit seiner Wortmeldung zur Transformation der Branche und dem von Aldi kürzlich veröffentlichten Positionspapiers „Haltungswechsel“. Vertreter aller Repräsentanten des Lebensmitteleinzelhandels bekundeten ihre Bereitschaft, am Aufbruch einer ganzen Branche mitzuwirken, im Interesse der deutschen Landwirtschaft.

Unmittelbar an den Verbraucher gerichtet ist auch der diesjährige Gewinnerbeitrag des mit 10.000 Euro dotierten Bernd-Tönnies-Preises. Preisträgerin und SWR-Redakteurin Sigrid Born-Berg zeige mit ihrem Fernsehbeitrag „Ethik oder Etikettenschwindel – Biofleisch – Zwischen Tierwohl und Trittbrettfahrern“, welchen Beitrag Fleischkonsumenten leisten können, um Tierwohl und Klimaschutz zu unterstützen, unterstreicht Tönnies.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 46/2021; Tönnies

Newsletter-Service

Mit unseren kostenlosen Newslettern versorgen wir Sie auf Wunsch mit den wichtigsten Branchenmeldungen und nützlichen Praxistipps.

 
stats