Unfallversicherung: BGN dämpft Belastung
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Sitz der BGN in Mannheim.
Sitz der BGN in Mannheim.

MANNHEIM Der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Fleischwirtschaft beschließt den Beitrag 2020. Für die überwiegende Anzahl der Betriebe sollen keine Nachzahlungen fällig werden.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) dämpft die Belastung für ihre Mitgliedsbetriebe. Wegen bereits geleisteter Vorschüsse für das Jahr 2020 werde die überwiegende Anzahl der Betriebe keine Nachzahlung leisten müssen, informiert die BGN in Mannheim.

Der Beitrag für die Versicherungsleistungen der BGN wird auf der Grundlage der Versicherungs- und Lohnsummen berechnet, die die Mitgliedsbetriebe der Berufsgenossenschaft alljährlich melden. „Als eine Folge der andauernden Sars-CoV-2-Pandemie gingen diese Entgelte um über 14 Prozent zurück, was rechnerisch zum Ansteigen des Mitgliedsbeitrags um knapp 15 Prozent führen würde. Das wäre den vielen, unter gravierenden Umsatzeinbußen leidenden Mitgliedsbetrieben nicht zuzumuten“, teilt die BGN mit. Der paritätisch mit Arbeitgebern und Versichertenvertretern besetzte BGN-Vorstand hat deshalb Anfang April beschlossen, den Beitrag mit Geldern aus den Betriebsmitteln der Berufsgenossenschaft zu stützen.

Neben den gegebenenfalls nicht zu leistenden Nachzahlungen könne ein weiterer Aspekt greifen: Teilweise können für von der Pandemie besonders betroffene Unternehmen hohe Guthaben entstehen, die von der BGN auf Wunsch ausgezahlt oder mit künftigen Forderungen verrechnet werden. Trotz Stützung müssten laut BGN der Mitgliedsbeitrag für 2020 und der Beitragsvorschuss für 2021 im Durchschnitt zur Sicherstellung der Liquidität der Berufsgenossenschaft um rund fünf Prozent steigen. Zahlungserleichterungen und zinslose Beitragsstundungen seien aber weiterhin möglich.

Quelle: fleischwirtschaft.de; BGN
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