Verbraucherpreise: Lebensmittelteuerung im Ju...
imago / Martin Wagner
Die Preise für Lebensmittel sind im Juni 2021 weniger stark gestiegen als im Vormonat.
Die Preise für Lebensmittel sind im Juni 2021 weniger stark gestiegen als im Vormonat.

WIESBADEN Die Preise für Lebensmittel sind im Juni weniger stark gestiegen als im Vormonat und erheblich schwächer als die Verbraucherpreise insgesamt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) gestern berichtete, mussten die Konsumenten im vergangenen Monat für Nahrungsgüter im Mittel 1,2 Prozent mehr zahlen als im Juni 2020. Im Mai hatte die betreffende Teuerungsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen. Auch die Teuerung aller Waren und Dienstleistungen war im Vorjahresvergleich rückläufig. Die Wiesbadener Statistiker bezifferten die Inflationsrate für Juni auf 2,3 Prozent, nachdem sie sich im Vormonat noch auf 2,5 Prozent belaufen hatte.

Destatis zufolge mussten die Verbraucher im Segment Lebensmittel gegenüber Juni 2020 insbesondere für Speisefette und -öle tiefer in die Tasche greifen; diese wurden in den Läden im Schnitt um 5,6 Prozent teurer angeboten. Molkereiprodukte und Eier legten um 2,5 Prozent zu. Für Brot und Getreideerzeugnisse wurde ein Plus von 1,8 Prozent festgestellt. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 0,6 Prozent und Obst um 0,2 Prozent. Günstiger als ein Jahr zuvor war dagegen frisches Gemüse mit einem Minus von 2,3 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat verbilligten sich Lebensmittel im Juni 2021 nach Angaben des Bundesamts im Schnitt um 0,4 Prozent. Vor allem für frisches Gemüse mussten die Verbraucher weniger zahlen als noch im April, und zwar im Mittel 5,4 Prozent. Die Statistiker in Wiesbaden wiesen darauf hin, dass die Corona-Krise im Berichtsmonat nicht mehr zu Schwierigkeiten bei der Preiserhebung geführt habe. Unter anderem hätten der stationäre Handel, die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe weitgehend wieder geöffnet. Im Mai seien noch einige Güter am Markt nicht verfügbar gewesen.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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